Ebook Reader: Sony PRS-650

Wer hätte das gedacht. Dank der Freundin befinde ich mich nun in der glücklichen Lage, kurz über eines meiner neuen Geschenke zu schreiben. Vor ein paar Wochen wollte ich ja den Oyo kaufen, sofern er sich denn als gut erwiesen hätte, was er aber nicht tat. Ein Freund hat sich zufälligerweise den Sony PRS-650 gekauft und ich durfte ihn mal probelesen. Er ist wirklich flott. Der Sony besitzt zwar (leider) kein W-Lan, dafür aber über zwei Kartenschächte (eine davon SD) . Die Navigation ist recht simpel und bietet dank Touchbildschirm eine intuitive Oberfläche, aber auch ein Stift liegt bei. Ich nutze aber meist mehr die Tasten.

Momentan habe ich da mehr PDF Dateien drauf, als ePub und diese lassen sich recht gut lesen. Allerdings sind z.B. O’Reilly Bücher (zumindest mein gekauftes Linux HA-Cluster) nicht sonderlich gut formatiert. Linien und Tabellen werden z.B garnicht dargestellt. Das mag an der Generierung der PDF liegen. Ich will mal schauen, ob ich da nicht noch das ePub Buch bekomme. Andere dagegen sehen tadellos aus. Auch die Navigation über das Inhaltsverzeichnis klappt super.

Die Bücher selbst packe ich einfach über das mitgelieferte USB Kabel drauf. Unter allen System wird dann ganz normal ein USB Laufwerk angezeigt. Drag&Drop sage ich da nur. Wer will kann sich aber auch die Python Software Calibre installieren und die Bücher damit verwalten. Sollte man allerdings schon Bücherlisten angelegt haben, sind die dann allerdings futsch, warum auch immer. Bestehende Bücher werden aber nicht angetastet. Auch hat meine Ubuntu Version nicht die Bücher in den von mir angelegten Ordner erkannt. Die Software grast alles alles in / ab, aber keine Unterverzeichnisse. Mal später die aktuelle Version von Calibri testen …

Die MP3 Funktion habe ich mir noch nicht zu Gemüt geführt, da mein IPod eh immer neben mir liegt.

Kurzum kann ich sagen: ein gelungenes Gerät, wenn auch schweineteuer (~240€) aber allemal besser als der Kindle, schon allein wegen der vielen Formate, die er versteht. Allerdings findet sich kein HTML darunter (obwohl das ePub Format eigentlich ein Container für HTML Seiten ist). Nebenbei bemerkt: Calibre kann aus HTML Seiten ein ePub erstellen, getestet mit den OpenBooks von Galileo Computing, aber da sind noch ein Menge Nacharbeiten nötig, was ich mir nicht angetan habe.

Also wer noch sein Weihnachtsgeld hat und befürchtet es verschimmelt, der Sony Reader ist eine gute Wahl.

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