Phu, erster Tag -> geschafft

Ich gehöre ja nicht zu den Tagebuchschreibern, die anderen dieses frohe »irgendwas« wĂŒnschen. Diese Wörter hört und sieht man nur zu genĂŒge, sodass nach einiger Zeit der Fluchtinstinkt automatisch einsetzt 😉 .

Wie dem auch sei, ich habe nicht rechtzeitig die Koffer packen können und wurde somit vom weihnachtlichen Sog erwischt. Tantchen und Onkelchen luden erneut zum allgemeinen Treffen, woran dieses Jahr nicht alle teilnehmen konnten. Cousinchen ist bei der Familie ihres Freundes untergekommen (zwischen den Familien herrscht ein nicht notariell beglaubigter Abkommensvertrag, worauf hin abwechselnd die Beiden mal da und mal da die Weihnachten verbringen). Strategisch war es eine gute Wahl, denn im nĂ€chsten Jahr kommt Familienzuwachs hinzu. Cousinchen wird dann eine Tochter, od. einen Sohn mitbringen 🙂

Essenstechnisch gab es nichts zu beanstanden. Tantchen hat wieder ein super Raclette aufgelegt und wieder viel zu viel gekauft ^^ . Mein Cousin hat wie ĂŒblich den Unterhaltungsteil ĂŒbernommen. Also es gab einiges zum Lachen (wenn auch viel zu hĂ€ufig auf meine Kosten, aber darĂŒber schweige ich mich lieber aus 😉 ..)

Der eigentliche Teil, auf den nahzu jedes Kind und jede Frau der Welt wohl sehnsĂŒchtig wartet, sind natĂŒrlich die Geschenke 🙂 Sie sind es, die uns MĂ€nner schier in den Wahnsinn treiben können (od. zumindest mich) „Was soll ich ihr/ihnen nur schenken. Wird es ihr/ihnen gefallen?“. Aber hey, wem ich erzĂ€hle ich das 😉 Und jetzt kommt mir bloß nicht von wegen „allein die Geste zĂ€hlt“, denn warum sonst ist um diese Zeit in Ebay die Hölle los ^^ Aber was soll ich sagen, ich habe natĂŒrlich auch Geschenke erhalten und konnte Geschenke verteilen, auch wenn es dieses Mal besonders schwierig war. Danke nochmal an alle Beteiligten, die mir geholfen haben, dem Dilemma zu entfliehen.

Hier mal ein Schnappschuß, der „Beute“ 🙂 :

Einen ganz besonderen Dank möchte ich S. aus G. und K. aus G. aussprechen. die beiden haben mir wohl das schönste Geschenk in diesem Jahr bereitet, was einem Menschen zu teil werden kann: ihre Freundschaft. DafĂŒr möchte ich mich sehr herzlich bei euch beiden bedanken.

Sie haben es sogar geschafft mich am 22.12 nochmal zu ĂŒberraschen, in dem sie mir heimlich eine GeschenktĂŒte unterschmuggeln wollten. Doch der Plan mißlang, aufgrund ĂŒberfĂŒllter Einkaufstaschen. ^^

Was herauskam, seht ihr auf diesem Bild:

<img src='http://www.denny-schierz.de/wordpress/wp-content/uploads/2007/12/geschnenke2-2007.jpg' alt='Geschenke von S. und K. aus G.'

Man man man: da muss man so lange jammern und meckern, bis man endlich mal einen Tux geschenkt bekommt ^^ . Damit auch jeder weiß, dass dieser meiner ist, wurde das gleich nochmal in den super sĂŒĂŸen Schal gestickt.

Was muss da an Blut gefloßen sein … Und dieser geniale HandwĂ€rmer erst. FĂŒr kalte Tage auf einem Bahnhof genau das richtige. 🙂

Leider fehlt ein Teil auf dem Bild: die PlĂ€tzchen. S. hat gesagt, dass ich sie essen darf, noch vor dem 24. Nach jedem PlĂ€tzchen sagte ich mir: »Denny, das war der Letzte, du musst noch ein Photo machen, sonst glaubt dir keiner, dass die PlĂ€tzchen jemals existiert haben.« Aber … nunja, das Schicksal ward besiegelt, ehe ich ihrer habhaft wurde.

So, und morgen beginnt erneut das Große Fressen, denn dann gibt es einen Truthan. Allerdings ist die Zubereitung fĂŒr meine Mutter kein leichtes Unterfangen (wie jedes Jahr). Sprachliche HĂŒrden erschweren die Zubereitung. Der Truthan spricht leider nur amerikanisch, wĂ€hrend meine Mum nur noch ein paar Brocken russisch beherrscht. Die bidirektionale Kommunikation erfolgt also einmal mehr ĂŒber die HĂ€nde und FĂŒĂŸe. Doch ich bin zuversichtlich, dass beiden dies gelingen wird. 🙂

Status des Umzuges

Also, ich bin nun zu Hetzner (DS5000) gezogen und soweit steht fast alles. Die ersten AnlÀufe waren zwar doch ein »holprig«, weil Grub mir eine ganze Menge Schwierigkeiten bereitete, aber mit Hilfe von S. aus G. und K. aus G., haben wir es letzten Endes dann doch noch geschafft: Henrietta lebt.

Wie nicht anders zu erwarten, habe ich natĂŒrlich wieder ein Xen Setup verwendet. Dank der 2GB Ram und 2x 320GB Festplattenspeicher, mehr als Empfehlenswert. Henrietta (Dom0) lĂ€uft auf Raid1 und der Rest des Speichers (md2) wurde dem LVM hinzugefĂŒgt. Dieser Speicher wurden dann natĂŒrlich den GĂ€sten, Rico (Jabber), Triela (Web), Angelica (Mail) und Hitomi (privates Streaming) zugewiesen. Da man nie weiß, was mit den Platten passiert, wenn sie dochmal getauscht werden sollten, liegen die Daten natĂŒrlich auf verschlĂŒsselten Volumes. Die EnglĂ€nder haben damit ganz sicher im Augenblick ein Problem, fragt sich nur, wann die hiesige Stasi 2.0 ebenfalls auf diese glorreiche Idee kommen wird.

Hetzner stellt ein sehr nettes Interface bereit, welches es mir ermöglicht, recht einfach Domains zu beantragen. Ein wenig blöd ist es allerdings, wenn sich auch der EigentĂŒmer Ă€ndert. Da heißt, man muß erst ein wenig raten, um dann auf die Idee zu kommen, einen »Handle« zu generieren, der mit dem alten EigentĂŒmer ĂŒbereinstimmt, um diesen dann nach der erfolgreichen Übernahme wieder zu Ă€ndern.

Noch dĂŒmmer ist es, auf eine ».net« Domain ewig zu warten, bis die Domain ĂŒbertragen wird. Diese werden wohl aus GrĂŒnden der ÜberprĂŒfung von Hand bearbeitet. Das habe ich natĂŒrlich nicht bedacht, als ich das Mailsystem auf diese Domain fixiert habe. Egal, ich habe die IP bei Schlund einfach geĂ€ndert. Zwar funktionieren dann keine Webseiten auf dieser Domain, aber Mail geht schon mal.

Apropos Mail, auch noch eine Sache, wo ich sehr lang mit mir gerungen habe. Fest stand die Software unten drunter: Postfix, Cyrus, Amavis. Nicht fest stand die Software, mit denen ich die virtuellen Domains verwalten wĂŒrde. Es standen die Postfix Tools zur Debatte, ĂŒber eine Textdatei, web-cyradm, mit der ich bisher recht gut auskam (aber die Entwicklung schlĂ€ft zur Zeit), OpenLDAP Setups, die mir aber zu kompliziert waren, und dann war da noch OpenMailAdmin. Letzteres schien mir recht nett zu sein und habe es nun im Einsatz. Allerdings bedarf es einer Portion Geduld, bis man so halbwegs verstanden hat, wie die Anwendung funktioniert. Auch jetzt habe ich nicht alles verstanden, was aber an dem Aufbau der OberflĂ€che liegt. Ich bereue es nicht da ich so langsam hinter das Geheimnis komme :-). Eine gute Anleitung findet sich hier, die ich bei Gelegenheit mal ĂŒbersetzen und von Fehlern befreie werde.

Da ich Mail und Web von einander getrennt habe, muss ich leider ein paar Einschnitte hinnehmen, wie z.B. bei Mailgraph. Auch wenn ich ĂŒber OpenMailAdmin Filter fĂŒr regulĂ€re AusdrĂŒcke erstelle, muss ich die vorher auf den Webserver packen, damit ich sie dann von Angelica per wget ins Postfix Verzeichnis packen kann. NFS oder scp mag ich nicht verwenden. Aber solang IMP mit Horde anstĂ€ndig funktioniert … Naja, fĂŒr Mailman musste ich noch ein paar KlimmzĂŒge bewerkstelligen, damit das Webinterface und der Mail-Krempel funktioniert.

Wo ich ebenfalls noch heftig am grĂŒbeln bin, ist Rico, der Jabber Server. Zwar lĂ€uft Ejabberd soweit schon, aber dieser verdammter ICQ Transport treibt mir erneut die TrĂ€nen ins Gesicht. Am liebsten wĂŒrde ich den ganzen Schrott rauswerfen, aber die Freunde, die diesen Transport nutzen, will man ja nun doch nicht vor den Kopf stoßen. Also wird der Jabber Dienst vorerst noch nicht umziehen und Rico wird sich noch ein wenig langweilen mĂŒssen. So leid es mir fĂŒr sie tut.

Tja, dann wÀren da noch so ein paar Firewall Kleinigkeiten, die mir noch nicht so recht passen, od um es genauer zu sagen, die SNAT Regeln. Intern werden nÀmlich auch die externen IPs verwendet, was Blödsinn ist. Aber das bekomme ich auch noch hin.

Soweit so gut. Es kann sich nur noch um ein paar Tage handeln, bis alles abgeschlossen ist.

Root Server

FĂŒr jeden Heranwachsenden kommt irgendwann der Zeitpunkt, an dem er das warme Nest verlassen wird, und auch muss, um sich eine eigene Wohnung zu suchen, einzurichten (streichen, tapezieren, Möbel positionieren etc.) um dort zu leben.

So ist es nun auch fĂŒr mich langsam an der Zeit, eine eigene Wohnung fĂŒr meine Ideen und Kleider zu suchen. Zur Wahl stand die Eco Line von Server4you und auch ein Server von Hetzner. Bei der ersten Wahl finde ich die CPU (AMD X2) sehr interessant, doch das Problem besteht vor allem darin, dass ich fĂŒr jedes Extra richtig Geld hinlegen muss. So z.B. bei einer monatlichen KĂŒndigung, oder weiteren IP Adressen fĂŒr satte 5€ im Monat, oder oder oder… da kommen am Ende des Monats locker seine 60-70€ zusammen.

Vor allem was einige Provider fĂŒr mehr Ram verlangen, grenzt an Frechheit … und da Xen drauf laufen soll, mĂŒssen mindestens 2GB her.

Ich werde mich wohl fĂŒr Hetzner entscheiden, sofern keiner EinwĂ€nde erhebt.

„I will survive“

Wow, das nenne ich einen geilen Abend. Dabei war eigentlich ein ziemlich langweiliges Wochenende geplant, mit entspannen, schlafen und essen. Spontan frug mich S. aus G. ob wir denn nicht zu dritt ins Kino wollen, zumal noch ein paar Filme auf der Todo Liste standen und auch immer noch stehen. Dummerweise lag Film Nummer 1 „Transformers“ zeitlich sehr ungĂŒnstig, da schlafen die Informatiker noch. Film Nummer 2 lĂ€uft noch nicht. Alternativ standen Bourne 3 und Rush Hour 3 zur Debatte. RH3 wurde aber nach nur sehr kurzer Diskussion von K. aus G. auf die Ingore Liste gestellt,als blieb nur Bourne. Nun gut, kein schlechter Film, ein klassischer Konsumentenfilm, sozusagen. ZurĂŒck lehnen, Hirn ausschalten und Augen auf. Stellenweise waren mir allerdings die Kameraschnitte zu schnell, sodass sich im Gemetzel Tohuwabohu die Guten und Bösen verlierten.

Egal, Film wurde als nett erachtet, und das ist schließlich die Hauptsache.

Eines machte mir allerdings doch sehr zu schaffen, mein Magen. Der war komplett leer, wo doch die letzte Mahlzeit Wochen Stunden zurĂŒcklag. Naja, anfangs wollte ich ja mit ihnen zum Thai im DarmstĂ€dter Caree` gehen, kann ja keiner ahnen, dass die schon um 20Uhr zumachen … Also doch zum Asia Kim, was nicht unbedingt schlecht ist. Die Portionen sind anstĂ€ndig und der Geschmack O.k. – Hoch lebe das Glutamat – 😉

Tja, dann schritten wir zum Höhepunkt, der sich ĂŒber mehrere Stunden hinzog. Ich kam endlich mal in den Genuss, die Beste Freundin – T. aus D. von S. aus G. kennen zu lernen. Ich habe schon mittlerweile soviel von ihr gehört, dass ich an die glorifizierung einer ImaginĂ€ren Person glaubte. 😉 Ihr wurden so viele Eigenschaften zugeschrieben wie man sie nur selten an einem Ort vorfinden kann. Doch, ich kann mich da beruhigen, es stimmt. Zumindest hatte ich die Stunden ĂŒber das GefĂŒhl, das S. nicht ĂŒbertrieben hatte.

Interessanter Weise sah ich in ihr die Frau meines 1. Chefs. Von ihrer Art und Weise hĂ€tte sie die Tochter sein gekonnt. 🙂 aber egal. Eine wirklich sehr nette Bekanntschaft. Ich bin aber schon wieder total vom eigentlichen Thema (?) abgekommen. Im Brasil in DA spielte eine Live Band und das witrklich göttlich. Die ersten 20min waren zwar ein wenig schwierig aufgrund der LautstĂ€rke, weshalb leider K. aus G. sich auf den Heimweg machte. Schade, er hat definitiv was verpasst, aber nach einer Zeit und einem Standortwechsel, war es Erholung pur, wenn auch der sehr ausgelassenen Art.

Die Live Band, die sich GetReady nennt, spielte astreine Klassiker, von den 40’ern (so hoffe ich doch) bis zu den 80’ern. Die drei Front-SĂ€ngerinnen brachten das Publikum mit ihren Stimmen wahrlich zum toben. Ich war ja noch nicht auf vielen Live-Auftritten, aber dieser Band merkte man den Spaß an, den sie hatten. Vor allem der Band-Leader ließ seinen Charme sprĂŒhen ^^ . Aber das Beste an dem Ganzen war die Musik. Ich sage ja immer, dass ich zu spĂ€t auf die Welt gekommen bin. Ich hĂ€tte so um die 60’er Jahr das Licht erblicken sollen, aber wie gut das es TontrĂ€ger gibt 😉 Es gab nicht ein Lied, welches ich nicht kannte und so wunderbar herrlich falsch mitsingen. Keiner hat es gemerkt (hihihi).Das fĂŒhrte aber auch nach rund vier Stunden Gesangs-Orgie zu einer arg strapazierten Lunge und noch strapazierteren StimmbĂ€ndern. Aber ich wollte es nicht missen. Stellenweise habe ich im Duett mit S. aus G. gesungen (sie kannte aber den Text auswendig, ich konnte nur hoffen, dass meine Lippenbewegungen sich rasch genug anpassen konnten 😉 ..). Das war ein Bild fĂŒr die Götter ^^, seid froh, dass es es keine Filmaufnahmen gibt, die gehören verboten. Vor allem bei Eternal Flame, od. auch „i will survive“ konnte man sich so richtig sich austoben. Was fĂŒr eine Leidenschaft … und am Ende gab es ein herzzerreißendes „What a wonderfull world“, aber meine Stimme fand sich bereits jenseits des Hades.

Nach dieser heftig genialen Verausgabung sĂ€mtlicher Muskeln (schonmal Muskelkater vom Lachen bekommen?), war dann musikalisch gegen 1Uhr schluß. Drei (od. vier?) weitere Stunden wurden haß-lieben ausgelebt (insider 😉 ..), philosophische Themen angesprochen und erörtert, der Band-leader brachte die humoristischen Elemente ins Spiel, und meiner einer wurde von einer von einer sehr netten Dame mit den Worten verabschiedet, „Du könntest mein Sohn sein, bleib so wie du bist“ :-). Wir tauschten auf dem Parkett mehrere glĂŒckliche Blicke aus und sie war ĂŒberrascht, dass ich in meinem Alter auf solche Musik stehen wĂŒrde (Ha, wenn sie nur mein wahres Alter wĂŒĂŸte ^^ ). Vor allem die sehr netten GesprĂ€che danach fand sie außerordentlich Interessant.

Der Abend wurde zum Morgen, es durfte so gegen halb sieben gewesen sein, brachen wir endlich auf. Fix und fertig, aber wunschlos glĂŒcklich. S. aus G. kennt nun eine neue Seite von mir, bei der ich nicht so recht weiß, ob das nicht eher peinlich fĂŒr mich ist, aber hey, that’s me ^^. Danach wurde noch so ein wenig gechattet und ruckzuck war es 8uhr …

Red Lady

und wiedereinmal hat sich meine liebste Webdesignerin selbst ĂŒbertroffen. Tina hat fĂŒr mich ein neues, wunderschönes Theme fĂŒr mein nunmehr rund drei Jahre altes Blog angefertigt. FĂŒr die Feedreader unter euch: kommt, schaut es an 🙂 . „Tina, du kannst Stolz auf deine Arbeit sein!“ Vielen vielen lieben Dank 🙂

FĂŒr die Gewohnheitsmenschen unter euch, ihr könnt natĂŒrlich euren Favoriten wie gehabt aussuchen. Solltet ihr dagegen noch keinen Unterschied sehen, so genĂŒgt ein Klick auf diesen Link um auf das neue Design umzuschalten.

Sehr schöner Abend

Was fĂŒr ein Tag. Nachdem mich drei besonders fiese MĂŒcken die Nacht ĂŒber bis zum Morgengrauen massakriert haben und ich einem Zombie nicht unĂ€hnlich den Tag begann, verlief der Tag doch noch sehr angenehm. Mein Teilnehmer sind echt super drauf und es macht Spaß mit ihnen den Kurs durchzugehen, doch am meisten habe ich mich auf den Abend gefreut. Denn nun endlich konnte ich die beste Webdesignerin und Autorin dieser Themes von meinem WordPress, in echt und in Farbe sehen. Wie sich herausstellte, wohnt sie nur 20 Minuten zu Fuß entfernt von meinem Einsatzort. Vor einiger Zeit rief sie um Hilfe bezĂŒglich des fiesen W-Lans. Jeder weiß von uns, W-Lan einrichten kann die Hölle sein. Bei Tina stellte sich der Laptop als kleineres Problem dar, weil stĂ€ndig irgendwas deaktiviert war. Ein wenig fummeln hier, ein Neustart da, und ruckzuck (~2 Stunden spĂ€ter) lief das W-Lan endlich.

Als Belohnung gab es statt der geforderten GummibĂ€rchentĂŒte, ein sehr leckeres, indisches Gericht, dessen Fleisch Ă€ußerst zart war (hihi). Der Abend gestaltete sehr angenehm und hatten viel zu lachen. Schön einen Menschen nun wieder nĂ€her zu kennen, und zu mögen 🙂

Danke Tina fĂŒr den wunderbaren Abend.

Was fĂŒr ein Tag

ich habe mich schon seit meiner AbschlußprĂŒfung (laut LaTeX PDF 11/4/2003) nicht mehr so mies und unwohl gefĂŒhlt. Bis 3Uhr morgens die Folien zurecht gebastelt, dann um 5Uhr aufgewacht, um 6uhr, 7Uhr und dann, dem Aussehen eines Zombies nicht unĂ€hnlich, aufgestanden. Der halbe Löffel Bios- Knusper MĂŒsli (und das Zeug schmeckt ekelhaft) berĂŒhrte auch nur die die Magenwand, um einen Druck auszulösen, der mich rund 15 Minuten gekostet hat. PĂŒnktlich um 9Uhr wollte ich da sein, aber kurz vor dem Aufbruch nocheinmal: die Magenwand zog sich zusammen … NatĂŒrlich wieder zu spĂ€t angekommen, wenn auch nur zwei Minuten, aber die PrĂŒfung lief bereits und der erste Kandidat fĂŒhrte seine didaktische AuffĂŒhrung vor. Doch dank X Problemen auf dem neuen T60 Lenevo mit SLES10, hatte ich noch nichts verpaßt. FĂŒr das schlechte Gewissen hat es dennoch gereicht.

Einer nach dem Anderen kam dran und mein Magen ließ mich nicht durchatmen, die HĂ€nde schwitzten als hielte ich sie unter Wasser. Um 12Uhr schlug meine Stunde. Per scp eben noch die Unterlagen auf den Server kopiert, die Ausdrucke vorbereitet, festgestellt dass der dĂ€mliche PDF Viewer vom SLES keine Mausklicks mag und so in meiner Bewegung eingeschrĂ€nkt wurde (Funkmaus). Die ersten zwei Minuten sind zumeist die Schwierigsten, doch dann war ich wieder in meinem Element – lebendiges Reden.

60 Minuten waren zu schaffen, od vielmehr, zu ĂŒberbrĂŒcken.

Die wohl positionierten Humor Elemente verfehlten nicht ihr Ziel, eine lockere Stimmung trat ein und die PrĂŒfer waren verzĂŒckt. Der Kollege (mein Vorgesetzter fĂŒr die Weiterbildung), schoß kleine, gemeine Fragen ab doch mir wurde eine SouverĂ€nitĂ€t bescheinigt (wie ich tatsĂ€chlich fĂŒhlte, vermag sich manch einer selbst vorzustellen). Die anderen PrĂŒfkandidaten wurden „wach“ und kamen ebenfalls mit Fragen – ein Moment, den jeder Trainer schĂ€tzt – , und die Runde fĂŒhrt eine lebhafte Diskussion. Doch die Zeit lief, nur noch 30 Minuten, ich bringe alle wieder ins Boot und fahre mit meiner PrĂ€sentation fort. Meinen Magen habe ich mittlerweile vergessen – es lebe das Adrenalin. Ich kam gut voran doch mir war klar, ich kann weitaus weniger Praktische Übungen durchfĂŒhren, als ursprĂŒnglich geplant. Die Zeit rennt unentwegt davon. 15 Minuten noch. Weitere Fragen halten auf und lenken vom Thema ab, jetzt merke ich langsam, wie ich meinen Magen wieder spĂŒre. Erneut zieht er sich zusammen. Ich drĂŒcke auch die Tube ohne es wirklich zu wollen – ein GefĂŒhl, als stĂŒnde ich neben mir – Automatismus setzt ein und mein Mund sprudelt, als wĂŒrden die Worte nach Luft schnappen wollen. Sie wollen raus.

Eine Stunde und 10 Minuten spĂ€ter – es ist geschafft.

Völlig fertig lassen wir die PrĂŒfer allein im nunmehr stickigen Raum. 15 Minuten spĂ€ter erscheinen sie wieder. Das Ergebnis ist jedoch noch unbekannt. Mich drĂ€ngt es nach einem Raum voller Ruhe, 3qmÂČ. Doch die ersehnte Entspannung der MagenwĂ€nde will nicht eintreten. Das Mittagessen steht an.

Leichte Kost, ein Salat – ein Fitness Salat sollte es werden. Doch bis auf ein paar klĂ€gliche Ruccola BlĂ€tter war nicht mehr möglich. Also einpacken lassen. Wieder drĂŒckte es unangenehm.

Zwei PrĂŒflinge waren noch zu testen, doch am Ende endlich das Ergebnis: Bestanden.

Nur der ganz alltĂ€gliche PrĂŒfungswahnsinn.

Denny Schierz – CNI (Certified Novell Instructor)

VorsÀtze? Pha, funktionieren doch eh nicht ;-)

Hier beginnt der schnulzige Text, bitte ĂŒberspringen:

Wieder ein Jahr geschafft. Wieder viel im letzten Jahr, Gutes, wie Schlechtes, erlebt. Doch das Vergangene war anders als die Letzten zuvor. Zum einen: Es ist sehr viel schneller vergangen, viel zu schnell mögen die einen denken, doch fĂŒr mich ist es eine positive Sichtweise. Mit dem heutigen Tag habe ich meine 25 Jahre vollendet, das 26. Lebensjahr hat begonnen. Diese Zahl schwirrte mir bereits sehr lange im Kopf herum. Anders die Jahre zuvor, wo ich mich auch schon einmal jĂŒnger angab, als ich wirklich war (aus versehen, versteht sich). Doch, das 26. ist etwas besonderes. Ich habe nun mein eigenes Auto ( 🙂 ..), ich habe einen neuen Job, wenn nicht gar, Beruf. Ich könnte sagen: Ich beschritt (endlich) einen neuen, noch unerforschten, Lebenspfad. Dies Formulierung erscheint womöglich ein wenig kitschig, doch trifft es den Punkt recht genau.

Ich habe den Eindruck, als wenn sich mein Leben innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums versucht umzukrempeln. Vieles von dem, was andere vor mir bereits lang hinter sich gelassen haben, steht mir nun in konzentrierter Form bevor (eigentlich stecke ich bereits mittendrin, aber ich werd‘ mal nicht so kleinlich sein).

Wenn ich mein Ich im Spiegel betrachte, sehe ich jemanden, von dem ich noch nicht weiß, ob er mir gefĂ€llt. Sicher können dies wohl nur Außenstehende beurteilen. Ein klein wenig Eitelkeit sei mir jedoch verziehen, doch ich muss zugeben: ich gefalle mir zunehmend besser, wenn ich nicht immer im T-Shirt Schlabber-Look rumlaufe (was nicht bedeuteten soll, dass ich mich nicht mehr in T-Shirts wohl fĂŒhle). Es fĂŒhlt sich einfach anders, neu und gut an.

Ich habe viele neue Freunde kennen gelernt, und durfte sehr viel neues entdecken („Über Frauen gibt es viele Theorien, doch diese werden eben so schnell widerlegt, wie aufgestellt“), was ich nicht zuletzt My Red Lady (aka Isabelle) verdanke, wofĂŒr ich ihr sehr dankbar bin.

Zusammenfasst wĂŒrde ich sagen: Mein Leben gewinnt nun richtig an Fahrt, und ich freue mich darauf.

Hier Endet der schnulzige Text (hoffentlich).

Den letzten Tag des Jahres habe ich zumeist im engen Freundeskreis verbracht. Da waren die sehr schönen Tage, die ich mit meinem besten Freund Dennis, Jojo (aka Hanni)und weitere Freunde verbringen durfte (die Mutter vom Dennis hat immer eine herrliche Torte gebacken, extra fĂŒr mich 🙂 ). Dann gab es Tage, an denen ich bei meiner Tante war und natĂŒrlich bei Afshin, und seinen herrlichen KochkĂŒnsten. Doch dieses Jahr, war das Beste. Anfangs war wieder geplant: Afshin kocht und ich kuck zu, aber meine sehr liebe Nachbarin (2m Gang links) und ihr Bruder haben eine Party in Frankfurt organisiert. Diese fand in dem Hochhaus eines Studenten-Wohnheims statt. 50m ĂŒber der Frankfurter City, unter dem Dach. Wir hatten auf dem Dach ein unglaublich geniales Panorama, in nahezu alle Richtungen. Wir lernten bulgarische TĂ€nze kennen und bemĂŒhten uns, den anderen nicht auf die FĂŒĂŸe zu treten; aßen leckere Salate; grillten bei gefĂŒhlten 50 Grad Minus; lernten wunderhĂŒbsche, persische und bulgarische MĂ€dchen kennen (deren Namen ich sogar jetzt noch weiß: Silvana, mit einem sehr feurigem Temperament 🙂 ); genossen das Feuerwerk-Arrangement aus einer Sicht, fĂŒr die viele uns beneiden wĂŒrden. Wir aßen GlĂŒcksteig (Sauerteigartig, mit Zetteln darin – ich hatte „Super Gesundheit“, wenn man es aus dem bulgarischen ĂŒbersetzt), sehr sĂŒĂŸe, aber leckere (Nuß?) Röllchen und haben uns wunderprĂ€chtig amĂŒsiert. Anfangs waren wir uns ein wenig unsicher, da wir der bulgarischen Sprache nicht allzumĂ€chtig sind, aber da alle deutsch, bzw englisch sprachen, lösten sich unsere Zweifel in tanzender Luft auf 🙂 .

Silvana, die schon recht frĂŒh ein wenig angeheitert war (hihi), gab mir bei meinem Abschied noch einen Satz mit auf den Weg, den ich mir zu Herzen nehmen kann: „Du magst zwar keinen Rhythmus im Blut haben, aber du hast ein Herz, und darauf stehen die MĂ€dchen“, und verabschiedete mich mit einem Kuß …

Vielen vielen Dank an all diejenigen, der mir krĂ€ftigt ge’simmst haben (Hanni, ich schau bei Dir noch vorbei, versprochen).

Dieses Jahr, wird ein Gutes Jahr.

ps. Bilder folgen