„I will survive“

Wow, das nenne ich einen geilen Abend. Dabei war eigentlich ein ziemlich langweiliges Wochenende geplant, mit entspannen, schlafen und essen. Spontan frug mich S. aus G. ob wir denn nicht zu dritt ins Kino wollen, zumal noch ein paar Filme auf der Todo Liste standen und auch immer noch stehen. Dummerweise lag Film Nummer 1 „Transformers“ zeitlich sehr ungĂŒnstig, da schlafen die Informatiker noch. Film Nummer 2 lĂ€uft noch nicht. Alternativ standen Bourne 3 und Rush Hour 3 zur Debatte. RH3 wurde aber nach nur sehr kurzer Diskussion von K. aus G. auf die Ingore Liste gestellt,als blieb nur Bourne. Nun gut, kein schlechter Film, ein klassischer Konsumentenfilm, sozusagen. ZurĂŒck lehnen, Hirn ausschalten und Augen auf. Stellenweise waren mir allerdings die Kameraschnitte zu schnell, sodass sich im Gemetzel Tohuwabohu die Guten und Bösen verlierten.

Egal, Film wurde als nett erachtet, und das ist schließlich die Hauptsache.

Eines machte mir allerdings doch sehr zu schaffen, mein Magen. Der war komplett leer, wo doch die letzte Mahlzeit Wochen Stunden zurĂŒcklag. Naja, anfangs wollte ich ja mit ihnen zum Thai im DarmstĂ€dter Caree` gehen, kann ja keiner ahnen, dass die schon um 20Uhr zumachen … Also doch zum Asia Kim, was nicht unbedingt schlecht ist. Die Portionen sind anstĂ€ndig und der Geschmack O.k. – Hoch lebe das Glutamat – 😉

Tja, dann schritten wir zum Höhepunkt, der sich ĂŒber mehrere Stunden hinzog. Ich kam endlich mal in den Genuss, die Beste Freundin – T. aus D. von S. aus G. kennen zu lernen. Ich habe schon mittlerweile soviel von ihr gehört, dass ich an die glorifizierung einer ImaginĂ€ren Person glaubte. 😉 Ihr wurden so viele Eigenschaften zugeschrieben wie man sie nur selten an einem Ort vorfinden kann. Doch, ich kann mich da beruhigen, es stimmt. Zumindest hatte ich die Stunden ĂŒber das GefĂŒhl, das S. nicht ĂŒbertrieben hatte.

Interessanter Weise sah ich in ihr die Frau meines 1. Chefs. Von ihrer Art und Weise hĂ€tte sie die Tochter sein gekonnt. 🙂 aber egal. Eine wirklich sehr nette Bekanntschaft. Ich bin aber schon wieder total vom eigentlichen Thema (?) abgekommen. Im Brasil in DA spielte eine Live Band und das witrklich göttlich. Die ersten 20min waren zwar ein wenig schwierig aufgrund der LautstĂ€rke, weshalb leider K. aus G. sich auf den Heimweg machte. Schade, er hat definitiv was verpasst, aber nach einer Zeit und einem Standortwechsel, war es Erholung pur, wenn auch der sehr ausgelassenen Art.

Die Live Band, die sich GetReady nennt, spielte astreine Klassiker, von den 40’ern (so hoffe ich doch) bis zu den 80’ern. Die drei Front-SĂ€ngerinnen brachten das Publikum mit ihren Stimmen wahrlich zum toben. Ich war ja noch nicht auf vielen Live-Auftritten, aber dieser Band merkte man den Spaß an, den sie hatten. Vor allem der Band-Leader ließ seinen Charme sprĂŒhen ^^ . Aber das Beste an dem Ganzen war die Musik. Ich sage ja immer, dass ich zu spĂ€t auf die Welt gekommen bin. Ich hĂ€tte so um die 60’er Jahr das Licht erblicken sollen, aber wie gut das es TontrĂ€ger gibt 😉 Es gab nicht ein Lied, welches ich nicht kannte und so wunderbar herrlich falsch mitsingen. Keiner hat es gemerkt (hihihi).Das fĂŒhrte aber auch nach rund vier Stunden Gesangs-Orgie zu einer arg strapazierten Lunge und noch strapazierteren StimmbĂ€ndern. Aber ich wollte es nicht missen. Stellenweise habe ich im Duett mit S. aus G. gesungen (sie kannte aber den Text auswendig, ich konnte nur hoffen, dass meine Lippenbewegungen sich rasch genug anpassen konnten 😉 ..). Das war ein Bild fĂŒr die Götter ^^, seid froh, dass es es keine Filmaufnahmen gibt, die gehören verboten. Vor allem bei Eternal Flame, od. auch „i will survive“ konnte man sich so richtig sich austoben. Was fĂŒr eine Leidenschaft … und am Ende gab es ein herzzerreißendes „What a wonderfull world“, aber meine Stimme fand sich bereits jenseits des Hades.

Nach dieser heftig genialen Verausgabung sĂ€mtlicher Muskeln (schonmal Muskelkater vom Lachen bekommen?), war dann musikalisch gegen 1Uhr schluß. Drei (od. vier?) weitere Stunden wurden haß-lieben ausgelebt (insider 😉 ..), philosophische Themen angesprochen und erörtert, der Band-leader brachte die humoristischen Elemente ins Spiel, und meiner einer wurde von einer von einer sehr netten Dame mit den Worten verabschiedet, „Du könntest mein Sohn sein, bleib so wie du bist“ :-). Wir tauschten auf dem Parkett mehrere glĂŒckliche Blicke aus und sie war ĂŒberrascht, dass ich in meinem Alter auf solche Musik stehen wĂŒrde (Ha, wenn sie nur mein wahres Alter wĂŒĂŸte ^^ ). Vor allem die sehr netten GesprĂ€che danach fand sie außerordentlich Interessant.

Der Abend wurde zum Morgen, es durfte so gegen halb sieben gewesen sein, brachen wir endlich auf. Fix und fertig, aber wunschlos glĂŒcklich. S. aus G. kennt nun eine neue Seite von mir, bei der ich nicht so recht weiß, ob das nicht eher peinlich fĂŒr mich ist, aber hey, that’s me ^^. Danach wurde noch so ein wenig gechattet und ruckzuck war es 8uhr …

Nachbloggbedarf Teil 2

Teil 2: MĂŒnchen

Das war eine Woche. Mein (neuer) Chef hat mich eine Woche nach MĂŒnchen geschickt, um einen Linux Kurs zu halten. Da ich schon seit der Schule MĂŒnchen nicht mehr betreten habe, schien es wirklich interessant zu werden. Was es dann ja auch wurde 🙂 .

Es fing bereits mit dem Kurs an. Ich betrat den Schulungsraum (Erde) und war natĂŒrlich als erstes dabei meinen Laptop entsprechend an den Beamer zu hĂ€ngen, als mein Blick auf den Namen Schildern hĂ€ngen blieb: Olga .M. .Also entweder können auch MĂ€nner diesen Namen tragen, was eher weniger wahrscheinlich wĂ€re, oder ich wĂŒrde meine erste Frau in einem Linux Kurs begrĂŒĂŸen dĂŒrfen 🙂 . Der Name ließ schon einiges auf die Herkunft schließen. Und ich sollte Recht behalten.

Ihr erster Auftritt wird sicher noch einige Weile im Hirnstamm haften bleiben. Sie trat sehr selbstbewusst und forsch auf. Daher beschloss ich erst einmal sehr vorsichtig ihre Kenntnisse auszuloten. Zwischenzeitlich kam auch mein anderer Teilnehmer herein und die gemĂŒtlich Woche konnte ihren Anfang finden.

Schon nach wenigen Stunden (und der ersten Jagt nach einer EingangstĂŒr zum Restaurant) waren wir alle per „Du“ und haben uns prĂ€chtig verstanden. Vor allem mit Olga und ihrer spitzen Zunge und garniert mit ihrem ausgeprĂ€gtem Humor, ließ nur selten Langeweile aufkommen. Allerdings haben die beiden ein wenig unterschĂ€tzt, was an Informationen auf sie zukommen wĂŒrde. Denn beide waren reine Linux AnfĂ€nger (der eine mehr, die andere weniger) und haben versĂ€umt gleich von Anfang an mit zuschreiben 🙂 Denn, das Wissen, was sie Anfangs bekamen, musste recht schnell eingesetzt werden, fĂŒr unser Ziel, einen Linux Terminal Server aufzusetzen. Nach dem einen oder anderen Hinweis, haben die beiden es dann auch eingesehen 😉

Doch, ich kam langsamer voran als geplant und leichte Sorgenfalten zierten mein, ansonsten untrĂŒgliches, LĂ€cheln. Es wurde wirklich knapp, doch wir haben es im Endspurt dann doch noch geschafft. Wir haben uns wirklich sehr prĂ€chtig unterhalten und mir persönlich ging es in der Woche wirklich gut.

In MĂŒnchen selber war ich hin und wieder ein wenig shoppen. Hier ein paar Ramsch und Anime DVDs, dort das einer oder andere Buch und sogar einen Trolli. Auf den bin ich besonders Stolz. Bisher hatte ich nur meine prall gefĂŒllte Reisetasche, die ausschließlich getragen wird. Auf Dauer eine echt anstrengende Sache. Im Kaufhof bin ich dann fĂŒndig geworden. 109€ hat mich das Teil gekostet. Kein billiges VergnĂŒgen.

Klaus W. (nein, nicht unter Klaus. Er wohnt in Köln), mein zweiter Teilnehmer gab mir einen Tipp, wo ich ein wenig schlendern könnte, stellte aber fest, dass man auf der Strecke sich zwar mit Klamotten eindecken könnte, aber ansonsten immer vor dem verhungern steht. Es sei dann, man futtern sich mit Obst durch.

Was die LĂ€den wie Olliver S. , Zara und Co. angeht, so fiel mir auf, dass die nur einen Bruchteil der Kollektion haben, von der in Darmstadt. Die Mieten mĂŒssen dort wirklich verdammt teuer sein.

Am letzten Tag des Kurses beschlossen Olga und meiner Person ein wenig durch die Stadt zu laufen. Das war wohl mit Abstand der Beste Tag 🙂 Wir haben uns beide wirklich sehr gut verstanden und konnten die, ansonsten langweiligsten und alltĂ€glichen Themen widmen, sehr zur unserer gemeinsamen Freude.

Da der Kurs erst gegen halb sieben sein Ende fand, blieb nicht mehr viel Zeit, uns durch die Klamotten LĂ€den zu schlĂ€ngeln. Aber weder sie fand passende KleidungsstĂŒcke, die den heimischen Schrank zieren könnten, noch ich fand welche. Ruckzuck war es 20Uhr und wir waren hungrig. Getrieben von der Faszination fĂŒr asiatische Gerichte, insb. der indischen KĂŒche, standen wir also in der MĂŒnchner Innenstadt, verloren wie Touristen in der Savanne, auf der Suche nach einem passenden Restaurant. Das erwies sich als sehr viel schwieriger als geplant. Scheinbar arbeiten nur alle in MĂŒnchen, aber niemand isst dort. Ein Umfrage der umstehenden Passanten war ernĂŒchternd.

Doch wir gaben die Hoffnung nicht auf. Im U-Bahnhof trafen wir einen sehr mitteilungsbedĂŒrftigen Mann. Auf meine Frage hin, wo wir denn ein gutes Restaurant finden können (sowie eine VB/Sparkasse), wollte sich sein Mund nicht mehr schließen. Er zĂ€hlte etliche auf und ließ sich auch nicht durch ein freundliches „Ah, super danke, dann werden wir das mal gleich mal anschauen“ beirren, geschweige denn stoppen. Da ich sowas natĂŒrlich als unhöflich empfinde, den Menschen, den man ja um eine Antwort gebeten hat, einfach stehen zulassen, half nur noch Olga, die sich dann in meinen Arm verschrĂ€nkte und mich davon zog. Tja, ich wĂ€re da mit Sicherheit noch einige Zeit verblieben. In der kalten U-Bahn Zone.

Nun, wir waren unserem Ziel nicht wirklich nĂ€her gekommen, doch unser beiden MĂ€gen ließen nicht locker. Wir versuchten einen neuen Anlauf, bei einem viel versprechenden Paar. Wir schienen endlich die richtigen gefragt zu haben. Die Dame wusste von einem sehr guten ThailĂ€nder und erlĂ€uterte den Weg. Doch böses schwante uns, als der Mann sich in das GesprĂ€ch einbrachte und andeutete, dass die Strecke nicht ohne sei. Doch wie heißt es doch so schön? Laufen ist gesund. Wir durchschritten abermals die FußgĂ€nger Zone bis zum Ende, bis sich allmĂ€hlich die FĂŒĂŸe beschwerten. Es stellte sich heraus, dass der besagte ThailĂ€nder wohl noch ein recht weites StĂŒck vor uns lag, und wir gaben das Vorhaben auf, eben diesen zu erreichen. Aber, wir hatten GlĂŒck im UnglĂŒck. Wir liefen am „Der schnelle Chinese“ vorbei. Leicht mĂŒde beschlossen wir eben dahin zu gehen. Wenigstens endlich was zu essen.

Es war so ein kleiner Schnellimbiss, wie der Name es schon vermuten lassen wĂŒrde. Da es mittlerweile gegen 21Uhr war, war die Hauptzeit somit schon durch. Das Essen selbst war passabel, nur der obligatorische Jasmin Tee, hatte weder die dazu passende Farbe, noch war er frisch gebrĂŒht. Schon das Verwenden der Thermoskanne ließ nichts gutes erahnen. Doch, auch das hielt uns nicht davon ab, uns weiterhin prĂ€chtig zu unterhalten.

Um 22Uhr wurde uns dann doch auf, nunja, sehr subtile Art und Weise mitgeteilt, dass das GeschĂ€ft nun schließen wĂŒrde. Egal. Die nĂ€chste S-Bahn Station war nur wenige Meter entfernt und so traten wir den Weg dorthin an, ohne natĂŒrlich die GesprĂ€che auch nur im entferntesten zu unterbrechen. Doch so allmĂ€hlich machten sich andere Gedanken in meinem Hirn breit. Eine leichte NervositĂ€t stellte sich ein, denn ich musste mich, so ungern ich auch wollte, mich mit den Gedanken befassen, den schnellstmöglichen Weg zurĂŒck ins Hotel zu finden. Mein vegetatives Nervensystem und ich sind ein eingespieltes Team. Kurze Zeit nach dem Essen, schiebt der Magen alles eine Stufe weiter.

Nicht zu wissen, wie man heim kommt und wo sich die nĂ€chste Örtlichkeit befindet tragen nicht gerade zu einer Beruhigung bei. Meine Konzentration ließ rapide nach, was natĂŒrlich nicht wirklich gut ist, wenn man sich eigentlich unterhalten möchte.

Nungut eine passende S-Bahn wart gefunden und ich verabschiedete mich, (was mir noch ungenehmer war, denn da man(n) eigentlich nie eine Frau am Bahnhof stehen lassen sollte, doch die Zeit wurde immer knapper) und sie wechselte darauf hin noch einige Worte, Umarmungen, links und rechts KĂŒsse und ich rannte dann zur S-Bahn, der ich dann aber doch nur noch hinterherwinken konnte 🙂 . Sichtlich amĂŒsiert darĂŒber standen wir als wie gehabt gemeinsam am Gleis. Aber die nĂ€chste S-Bahnen folgten im vier Minuten Takt. Diesmal musste keiner von uns am Gleich stehen bleiben, da beide S-Bahnen zeitgleich kamen. Und somit fand der Abend ein wirklich wunderbares Ende.

Einige Tage spĂ€ter schrieb sie mir eine Mail, in der sich sie sich völlig ĂŒberflĂŒssiger Weise bedankte 🙂 .Viel interessanter ist der Hinweis, dass wir uns möglicherweise schon recht bald nochmal wiedersehen könnten, wenn sie ihre Freundin in Limburg besucht. Ein Zwischenstopp in Darmstadt wĂ€re mir sehr willkommen. Nur ob es zeitlich mit dem Job passt, das weiß ich leider noch nicht. …

Das ist das Ende von Teil Zwei. Aber es folgt ja noch der Samstag 😉

Nachbloggbedarf

Intro

In den letzten Tagen und Wochen ist ja doch wieder so einiges passiert. Um mir einen besseren Überblick zu verschaffen, sollte ich diesen Eintrag spĂ€ter erneut lesen, teile ich den Eintrag entsprechend auf.

Der Brief

Ja, wo fange ich am Besten an? Ich denke, mit dem Dank, an meine beste Freundin Johanna (kurz Jojo). Warum? Nun, vor etwa drei Wochen bekam ich einen roten Brief, der sogar eines RĂŒckscheins bedurfte. Also eine BestĂ€tigung durch den Postboten, dass der Brief ordnungsgemĂ€ĂŸ in den Schlitz geworfen wurde. Die erste Reaktion war natĂŒrlich: „Uh, na wem bin ich den da auf die FĂŒĂŸe getreten?“ Doch die unverkennbar weibliche Handschrift und die Aufmachung, wollte nicht so recht zu einem Anwaltsschreiben passen. Ein Blick auf die Absenderadresse schuf die fehlende Klarheit der Herkunft. Nun frug ich mich natĂŒrlich: warum sendet mir die Dame einen Brief mit RĂŒckschein? WĂŒrde es eventuell doch eine Klage sein? Ein Sprengsatz oder gar biologische Kriegswaffe? Ich wĂŒrde es ihr zumindest nicht verĂŒbeln. Versprach ich doch schon seit lĂ€ngerem endlich mal vorbeizukommen, doch die Zeit ließ es einfach nicht zu. Also was tun? Da der Brief an einem Freitag Donnerstag kam und ich am Samstag eh zu meiner Mutter wollte, nahm ich den Brief ungeöffnet mit. Wenn ich schon draufgehe, dann wenigstens bei ihr, so dachte ich. Schließlich kann man mir dann nicht vorhalten, ich hĂ€tte es nicht versucht, sie zu besuchen 😉

Um im Falle eines Falls Unschuldige nicht mit hineinzuziehen, stellte ich sie erst in ihren eigenen Zimmer zur Rede. Sie drĂŒckte und windete sich, doch vergeblich. Nach diversen Schlagabtauschen öffnete ich in ihrem Beisein den Brief. Einige Schweißperlen liefen mir unmerklich den RĂŒcken hinunter. Sollte dies das Ende sein? Ich spĂŒrte einigen Widerstand doch ich nahm mich zusammen und zog die Karte heraus. Es war eine Weihnachtskarte. Die Luft entwich in scharfen ZĂŒgen meinen Lungen. Nochmal GlĂŒck gehabt, dachte ich im Stillen.

Auf der Karte standen die ĂŒblichen Floskeln wie: „Ich wĂŒnsche Dir alles liebe im neuen Jahr und viel Spaß bei deinem Geschenk“ etc. .Moment! Geschenk? Doch noch eine Falle? Mein Herz stand still, doch fĂŒr einen Fluchtversuch war es zu spĂ€t. Mein Leben flog vor meinem inneren Auge nochmal an mir vorbei, was recht schnell vonstatten ging, denn ich bin ja erst etwas ĂŒber der Mitte der 20’er Jahre. Da gibt es noch nicht allzu viel.

Ich las weiter: „Bleib so wie du bist, naja oder doch etwas mĂ€nnlicher, aber nur etwas“ Hallo?! MĂ€nnlicher? Ich habe ĂŒberall Haare, wo kein Mensch mehr sie brauch! Wenn das nicht mĂ€nnlich ist, was dann? Ich trage sogar nun einen Anzug (ok, meist nur auf Arbeit und um die Mutter zu beeindrucken, wie hĂŒbsch mĂ€nnlich ich doch bin) Ich jage verdiene mein eigenes Geld, habe ein Auto und eine eigene Wohnung ein eigenes Zimmer. Das mit der tiefen Stimme klappt sicher auch bald. Aber hey, die ist doch super erotisch, oder etwa nicht?!

O.K ich pinkle nur noch im sitzen, aber das kann doch nun wirklich nicht als Kriterium fĂŒr die MĂ€nnlichkeit herangezogen werden, oder etwa doch?

Ich warf meinen „Ich bekomme alles aus Dir heraus“ Blick an und versuchte nun heraus zu bekommen, was sie damit meinte. Doch Jojo muss in meiner Abwesenheit trainiert haben. Sie blieb standhaft und verriet nichts. Sie brachte nur die Worte heraus: „Deswegen solltest du ihn ja zuhause lesen, um dir ein wenig Gedanken darĂŒber zu machen“ Ich beschloss das Thema fĂŒrs erste beiseite zu legen. Eventuell erwische ich sie eines Tages kalt und kann sie erneut mit der Frage nach dem „wie“ ĂŒberrumpeln. Ha, genau, wenn sie es am wenigsten erwarten.

WĂ€re „nur“ noch die Sache mit dem Geschenk zu klĂ€ren. Ich nahm zwei Karten heraus und schlussfolgerte sofort und messerscharf, dass es sich um Eintrittskarten handeln mĂŒsse. So war es dann auch. Das Ergebnis lĂ€sst sich auf dem Bild bewundern. Es sind zwei Karten fĂŒr die Bollywood-Show in Mannheim. Da war natĂŒrlich die Freude riesengroß. Als bekennender Bollywood Fan (pure MĂ€nnlichkeit mit GefĂŒhl) war es das perfekte Geschenk zu meinem Geburtstag. Nun werde ich die Show wohl zwei Mal genießen dĂŒrfen. Im MĂ€rz hoffentlich mit Tina und im Mai mit Johanna. Das nenn‘ ich GlĂŒck 🙂

Seltsamer weise drohte sie mir mit ihrer Abstinenz, wenn ich mich entsprechend indisch kleide. Ich wollte ja nur passend zum Anlass, etwas weniger auffallendes tragen. 😉

Wie dem auch sei, ich freue mich schon riesig auf das Event. ich muss nur daran denken, rechtzeitig den Urlaubsschein auszufĂŒllen.

Ich danke Dir nochmals Jojo, fĂŒr dieses wunderbare Geschenk. Auch danke ich Dir fĂŒr die Treue, die du nun schon so lang zu mir hĂ€ltst, seit wir die Schule verlassen haben. Ich könnte mir keine bessere beste Freundin vorstellen, als dich 🙂 Danke!

Brief Nummer Zwei

Na endlich. Mein (alter) Chef lĂ€sst sich nun endlich knechten durch den Ring symbolisiert. Seit lĂ€ngerem lebt er nun mit seiner quasi Sandkastenfreundin in einem Haushalt zusammen. Ich kenne nur wenige Menschen, bei denen ich das GefĂŒhl habe, dass sich die Partner fĂŒrs Leben gefunden haben. Die beiden passen wirklich genial zusammen und endlich wird geheiratet 🙂 Da beide mit der Kirche nix am Hut haben, wird das vor einem Standesamt statt finden. Aber hey, nicht vor einem gewöhnlichen, sondern auf Burg Frankenstein. Nun, etwas genauer: in einer kleinen Kapelle, gleich daneben, die aber wohl zur Burg gehört. Nun mag mancher Denken:“ Hey, die mĂŒssen ja schrĂ€g sein“ Und derjenige hat recht. Die beiden sind in der Kombi wirklich schrĂ€g, aber auf die nette Tour 🙂 Da ist nichts gewöhnlich, sondern einfach „anders“. Eine 0815 Hochzeit hĂ€tte da nun wirklich nicht gepasst.

Da ich sozusagen das nie gewollte Kind der „Familie“ bin, habe ich natĂŒrlich auch eine Einladung erhalten, die ich fast zerlegt hĂ€tte. Ich habe die Angewohnheit mit dem Finger die Briefe zu öffnen. Leider verfing sich dieser in der Deko. Eine Schnur, die den Umschlag geschlossen hĂ€lt, garniert mit einem Blatt. Wirklich, eine sehr gelungene Einladung.

Nett finde ich da vor allem, dass jeder drei Musik Dateien mitbringen darf, die gespielt werden. Ich habe da schon passende Tracks im Auge, ich kann mich nur nicht so recht entscheiden.

Oh man, das wird soo cooool 🙂

Chef heiratet. Doch eins frage ich mich immer noch: Hat sie ihn gefragt, oder er sie? Ersteres wĂŒrde ich als normal empfinden (hihihi).

Ich hÀtte die beiden Fragen sollen, als wir bei unserem gemeinsamen Freund Andreas waren. Er und seine Familie gaben ja die Abschiedparty. Sie wagen den Sprung und wandern nach Schweden aus. Ich erwÀhnte dies schonmal irgendwann.

Dabei kann ich auch gleich noch das eine oder andere Bilder der KĂ€seplatte zeigen. Die war verdammt gut und wurde als Gegenleistung fĂŒr eine PC Reparatur entworfen. 🙂 Noch am selben Abend war sie bis auf die letzte Weintraube komplett leergefegt.

Soviel fĂŒr heut‘. Der nĂ€chste Teil folgt bestimmt morgen 🙂

1. Dezember – Neue Perspektiven

Heute hatte ich ein GesprĂ€ch, mit meinen neuen Arbeitgebern. Ich habe nun ab dem 1. Dezember einen neuen Job. Momentan bin ich soetwas von aufgeregt 🙂 Neue Gesichter, neue Möglichkeiten und, darauf bin ich besonders gespannt, neue TĂ€tigkeiten.

Mein zukĂŒnftiges Ich wird sich auf Virtualisierung und HochverfĂŒgbarkeit spezialisieren. Man, ich weiß garnicht, wem ich das zuerst erzĂ€hlen soll, aber Ihr, meine Leser, seid die Ersten 😀

Einige Dinge sind nicht einfach

Es gibt Dinge, die sind nur schwer umzusetzen. Zumeist sind es die Dinge, die mit großen Entscheidungen bezĂŒglich der eigenen Zukunft verbunden sind. Dazu zĂ€hlen ein möglicher Wechsel des Arbeitgebers.

Letzte Woche begab ich mich auf die Suche nach einem besseren Nebenjob, um das Gehalt ein wenig aufzupĂ€ppeln. Zwei Tage Aldi putzen, (welches regulĂ€r von MO-SA stattgefunden hĂ€tte) fanden fĂŒr 250€ nicht wirklich anklang. Denn die Bezahlung war pauschal, egal, wie groß der Aldi auch sein mochte. 75min Zeit fĂŒr Zwei waren vorgegeben. Nicht machbar, wenn man seinen Job richtig machen wollte.

Da sich nichts (gescheites) fand, was sich mit meinen Aikido Trainingszeiten vereinbaren ließ, nahm ich fĂŒr die Suche statt „Nebenjob/Aushilfe“, mal „Arbeitsplatz“. Mehr gelangweilt als gezielt, fand ich einen Eintrag, der meinen Puls schneller beschleunigen ließ, als ein 12 Zylinder einen Opel Corsa, schrieb ich meine Bewerbung noch grob zur selben Stunde. Es mĂŒsste gegen halb zwölf am Abend gewesen sein. Am Folgetag kam der Lebenslauf dazu, sowie ein paar Links von Anleitungen auf der Pug.org Seite und die obligatorischen Zeugnisse.

Per Mail gingen die in LaTeX erstellten PDF Dokumente am selben Tag raus.

Das war am Dienstag letzte Woche. Am Abend erhielt ich den Anruf. Es wurde ein bisschen Smalltalk behandelt, was man sich so wĂŒnsche, StĂ€rken/SchwĂ€chen etc. pp.

Die Firma (die ich hier noch unbenannt wissen möchte), sucht speziell im Sicherheitsbereich frisches Blut. Da meine Kenntnisse in diesem Themenbereich noch stark zu wĂŒnschen ĂŒbriglassen, und ob mich dieses Thema auch genĂŒgend interessiert, ist es fĂŒr beide Seiten mit einer ungewissen Zukunft verbunden.

Ich habe nun rund eine Woche benötigt, um meinem jetzigen Chef, und auch Freund, dies zu beichten. Noch steht nichts fest. Doch in dieser einen Woche habe ich mich mit diesem neuen, ungewohnten, Gedanken befasst und innerlich beschlossen, diesen Schritt zu wagen, sofern der noch unerschlossene Weg sich mir öffnet.

Es ist an der Zeit, sich seiner selbst erneut bewußt zu werden, neue Wege zu beschreiten und seinen Horizont zu erweitern. Dieser Schritt wĂ€re einer der GrĂ¶ĂŸten, seit der Enscheidung, eine neue Lehre zu beginnen.

Mit zunehmenden Alter wird der Mensch trÀge Neues zu probieren und der Tatendrang sinkt.

Mein jetziger Arbeitsplatz mit seinem Chef, sind zur zweiten Heimat geworden, der nur ungern verlassen wird. Doch in der letzten Zeit fĂŒhlte ich mir mehr und mehr nur noch als personifizierter Cron-Job. Nur selten stellten sich neue Herausforderungen, sodass eine einfache Form von Lethargie eintrat.

Desweiteren spielen selbstverstĂ€ndlich auch finanzielle Interessen einen nicht zu unterschĂ€tzenden Wert dar. Ein eigenes Auto z.B. od. mal einen vollstĂ€ndigen Wechsel sĂ€mtlicher KleidungsstĂŒcke, die weit ĂŒber ihre Lebenserwartung getragen wurden. SpĂ€ter möchte ich auch einmal mehr als 20qmÂČ bewohnen und mir nicht stĂ€ndig den Kopf an der SchrĂ€ge zu stoßen (und dass, obwohl ich da schon fast sieben Jahre wohne).

Nunja, eines steht fest, sollte es mit diesem Job nicht klappen, werde ich weiterhin einen neuen Arbeitsplatz suchen. Meine verbleibene Zeit als junger Spund, zerrinnt unter meinen Fingern.

In geheimer Mission

Vor ein paar Tagen, frug ich in die Runde, welche Kampfstile sich denn, nach meinen Vorgaben, eignen wĂŒrden.

Kristian riet zu Aikido und da ich vor einiger Zeit schon dort mit einem Freund pakistanisch essen war, wo sich auch das Aikido Dojo Darmstadt befindet, waren mir das ein paar ZufÀlle zuviel.

Ich lerne also Aikido (spÀter auch mit dem Schwert).

Heute fand wieder ein Training statt und ich nahm akkustisch und mit dem ganzen Herzen teil. Leidete Litt mit denen, die stĂ€ndig herumgeworfen wurden, deren Handgelenke aufs ĂŒbelste gedehnt und schweißtreibende Übungen absolvierten, sodass ich nach diesen sehr krĂ€ftezerrenden Aufgaben anfing, meine Knochen und Muskelzellen mit Nachnamen anzusprechen.

Ich dachte daran, mit dem rauchen und trinken anzufangen, denn nun hÀtte ich einen Grund gefunden, damit aufzuhören (der Kondition wegen). Aber da diese Laster kein Teil meiner Persönlichkeit darstellen, nahm ich mir einiges vor:

  • In die Firma joggen, statt fahren (11km)
  • Gewichte fĂŒr Fuß- und Armgelenke kaufen
  • Weniger am PC sitzen
  • Eine ausgewogenere ErnĂ€hrung zu mir nehmen
  • Weniger Fleich etc. essen

Aber ich dachte mir, heute, an einem Sonntag, einem Ruhetag, muss ich damit ja noch nicht anfangen und es gleich ĂŒbertreiben. Daher ging ich zum Burger King und genehmigte mir einen Tripple Whopper und sechs HĂŒhnerreste. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Ihr Fritzen von Microsoft haltet euch fĂŒr schlau

Ich bin sowas von geladen, aber sowas von. $KUNDE bringt einen Rechner, dessen XP nicht mehr rund lÀuft. In weiser Voraussicht haben wir auf einer weiteren Platte ein Image angefertigt, wo bereits sÀmtliche Programme installiert und eingerichtet wurden.

Dieses Image habe ich gestern zurĂŒckgespielt, mit dem Ergebnis, das der LizenzschlĂŒssel, der selbstverstĂ€ndlich gĂŒltig war, es nun nicht mehr ist. Dieser SchlĂŒssel ist nun nichtmehr auffindbar, weil er wohl mit dem GehĂ€use entsorgt wurde.

Da $KUNDE aber Firmenkunde ist und sich damit im Besitz von X weiteren Lizenzen befindet, wurde eben einer von diesen verwendet, zumindest war das geplant. Leider stammte der ursprĂŒngliche SchlĂŒssel von einer SP1 CD, der jetzige von einer SP2 CD. Soll heißen: passt nicht.

Also bei Microsoft angerufen und den Umstand geschildert und da bekomme ich zu hören, dass wir illegal(!) ein Image von diesem Rechner angefertigt hĂ€tten, weil dies mit OEM-Lizenzen nicht erlaubt sei. So ein Schwachsinn habe ich selten gehört. Es ist mir nicht gestattet, ein Backup Image von meinem Rechner anzufertigen?! Ich wĂŒrde es ja verstehen, wenn das Image auf einen anderen Rechner eingespielt werden wĂŒrde, aber es handelt sich hier um den selben.

DafĂŒr seien Backup Programme gedacht, meinte er so voller Elan.

Da ich momentan eh genug Stress habe, kam der mir gerade recht. Er erzĂ€hlte dann noch von seiner komischen Eula Lizenz, die wohl jedes Gericht in seine Bestandteile zerlegen wĂŒrde.

Super, jetzt darf ich den Rechner neuinstallieren.

ARRGGHHH