Wii’r jetzt auch

Seit Samstag gehören die Liebste und ich auch zu den stolzen Besitzern einer Wii. Ich hatte ja schon diverse Kontakte mit ihr in einigen Schulungszentren wie HP od. ExperTeach, aber eine selbst zu haben … das ist nochmal was anderes. Nun gibt es natürlich die Menschen, die sofort die DVD einlegen und Tennis spielen (wir haben die Sport Edition), und die, welche erstmal das Internet konfigurieren, Updates ziehen etc. pp. (hmm, Linux … 😉 ..) Zu welcher Sorte ICH gehöre, dürfte den meisten klar sein 😉

Einzig bei dem 24Connect (AGB) habe ich noch nicht zugestimmt, denn da stand was davon, dass sie Daten einfach mal so übertragen möchten. Warum können die nicht einfach mal einen Service bereitstellen, ohne gleich die User auszuspionieren? Warten wir also noch damit …

Wie auch immer, nach der Startkonfiguration ging dann auch schon das Schwitzen los. Mir ist doch ganz schon warm geworden, beim Tennis. Allerdings finde ich BaseBall und Bowling auch sehr nett. Boxen dagegen ist das Richtige für den Frustabbau. Die Werteste hat auch gleichmal den Gegner mit Nierentreffer und Co. sowas von K.O. gehauen, dass mir da Angst und Bange wird. Naja, solang es nur virtuell ist … 😉

Als nächstes muss noch ein Controller Set her und noch das eine od. andere Spiel. Mal sehen, welche es werden.

CD Tipp: Amy Macdonald – This is the life

Um die Versandtkosten bei Amazon zu sparen, nahm ich noch eine weitere Audio CD-Rom, welche dort von Kunden angepriesen wurde. Ich muss sagen: verdammt gute Scheibe. Die Rede ist, wie im Titel schon zu lesen, von Amy Macdonald. Da ich von Musikrichtungen keine Ahnung habe, würde ich sagen, die CD ist eine poppige Country Jazz Scheibe. Die Stimme ist unglaublich erfrischend kräftig und dennoch sanft zugleich.

Von der Frau muss ich mir die anderen Scheiben bei nächster Gelegenheit auch noch besorgen.

Die nette Stimme vom Airbook Song

Seit dieser Spot vom Airbook läuft, klingelt diese liebliche Stimme in meinem Kopf und summe jedesmal auf’s neue mit. Eben sah ich ihn wieder und nahm es mal zum Anlass Google anzuwerfen, um auch sofort fündig zu werden. Die nette Dame (von der ich anfangs dachte, dass er von ihr stammen würde) heißt Yael Naim und der Titelsong nennt sich New Soul. Ihr findet ihn hier bei Amazon. Audio CD-Rom ist bestellt, mal schauen, wie sie klingt.

Update:

Also ich habe die CD nun zweimal gehört, und sie ist wirklich nicht soo berauschend. Es sind nette Sachen dabei, aber im groben ist nur der Airbook Song wirklich gut.

Der Wüstenplanet

beim zappen bin ich gerade beim WDR hängen geblieben, wo gerade „Der Wüstenplanet“ (Dune) läuft, und zwar in seiner original Fassung von 1984. Dieser Film ist einfach sowas von hammergenial. Mit Patrick Stewart, Jürgen Prochnow und vielen weiteren. Ich muss mal die DVD auf meine Kaufliste setzen.

Kino Tipp: Freedom Writers

Ich war mit Afshin im mongolischem Restaurant Khan essen und es war göttlich. Allein diese Tatsache, dass wir uns mit gebratenen Allerlei gemästet, und den Fisch links liegen gelassen haben, wäre schon einen Eintrag wert gewesen, aber wir entschieden uns den Tag Abend noch ein wenig auszudehnen.

Da „300“ schon komplett dicht war, entschied Afshin doch stattdessen „Freedom Writers“ anzuschauen.

Diese Entscheidung haben wir nicht bereut. Die Geschichte ist ist einfach:

Die junge Lehrerin Erin Gruwell entschied sich für eine Stelle in einer der zahlreichen „Problemschulen“ irgendwo in den Staaten.

Ihre Elan und Enthusiasmus erhalten anfangs einen erheblichen Dämpfer als sie sieht, gegen was sie anzukämpfen hat: Rassismus, Gangs, Revierverteidigung, Enttäuschung sowie falscher Stolz, um nur einige Dinge aufzuzählen.

Doch sie schafft, wovon viele ihr sagten, das ginge nicht und es würde die Mühe nicht wert sein. Sie vermittelt den den Schülern, die nichts vom Holocaust wissen und mehr Freunde haben sterben sehen, als so mancher Polizist.

Nicht nur gegen den Trott und scheinbare Ausweglosigkeit muss sie ankämpfen, auch ihre eigenen Vorgesetzten fechten um ihre Reviere und verteidigen sie. Bücher werden in den Archiven gestapelt, statt sie den Jugendlichen zum lesen zu geben, aus Sorge sie könnten sie beschädigen.

Wem diese Story bekannt vorkommt, denkt damit sicher an Dangerous Minds – Wilde Gedanken (mit Michelle Pfeiffer) und liegt damit auch gar nicht falsch. Beide behandeln das selbe Thema, doch Freedom Writers halte ich für den besseren Film, da er noch ein Tick näher an der Realität liegt, zumindest empfinde ich es so.

Der Film ist einen Besuch definitiv wert.

Und da Afshin noch drauf bestanden hat: Dank meiner Blase konnten wir nicht noch zwei Mädels, die mit uns im selben Kino saßen, nicht noch einladen. Wir hatten nämlich schon ein paar Worte gewechselt und wir wußten, dass die beide nichts mehr geplant hatten, doch meine Blase ließ keinen Aufschub zu und somit sind uns die beiden entronnen. ….

Erfrischend neue Musik

Da mir das Gedudel aus dem Radion schon durchtbar auf den Sender geht (vorsicht, Wortspiel), hat Nico hat die Seite Jamendo entdeckt, mit erfrischend neuer Musik. Sie ist frei verfügbar und bietet schon eine stattliche Anzahl an Künstlern auf, mit teils sehr guten Werken. Ein reinhören lohnt sich in jedem Fall.

Bevor Erinnerungen verblassen

Ich wette, so manch ein liebevoll geschriebener Blogeintrag hat nie das Licht des Webs erblickt, weil sein Verfasser ihn Online geschrieben und einen fatalen Knopfdruck am Browser getätigt hat. Das aber nur so nebenbei.

Irgendwie gibt es Tage, an denen könnte ich Seiten über Seiten füllen und doch keine Zeit haben, genau dies zu tun. Daher versuche ich zumeist besondere Momente im Langzeitgedächnis aufzubewahren, um sie eben später der Nachwelt zu hinterlassen. Dies geht solange gut, bis sie von neueren Ereignissen überschattet werden und damit vergangene Augenblicke des Lebens verwässern od. gänzlich verdrängen.

Doch ich werde versuchen einige Abschnitte des letzten Freitags, und darüber hinaus, zu rekonstruieren.

Die anderen Tage waren nicht wirklich aufregend, da die Kunden keine Probleme hatten, Chef im Urlaub war (Frankreich) und ich verteilte nur ein paar Flyer unserer Firma, zwecks Kundenkreiserweiterung, was an für sich recht angenehm war, auf dem Rad bei 29-31°C und freiem Oberkörper, dessen Fläche von Sonnenstrahlen bedeckt wurde.

Ok, einzige Ausnahme war ein Kunde, dessen Mitarbeiter einen Computer als Internet Terminal verwendeten und damit die Besucherraten von Webseiten mit freizügigen Damen vermutlich in die Höhe schnellen ließen. So offenbarte es zumindestens die Historie bzw der Verlauf.

Die eigentliche Aufgabe des PCs besteht darin, einen Zinkautomaten zu steuern (große Anlage zum verzinken von Metallen). Doch leider fingen sich die Mitarbeiter den einen und anderen Trojaner, mit einer Prise Spyware, ein, welches zur Folge hatte, das eben dieser PC alle paar Minuten einen Reset ausführte und die Anlagen zum Stehen brachte.

Es wurden zwei Stunden benötigt, um alles zu entfernen. Der PC ist nun um einiges an Schadsoftware ärmer und die Mitarbeiter um eine Abmahnung reicher.

Der Freitag verlief ein wenig anders, als meine üblichen Tage. Ich stand auf, als der Mond sich zum schlafen vorbereitete, also um sieben Uhr. Da dies nur sehr selten vorkommt, bleiben solche Momente ewig im Hirnstamm erhalten.

Da ich am Wochenende frische Kleidung benötigte (zumindest in der ??ffentlichkeit), wurde ich gezwungen eben diese am Freitagmorgen zu waschen, da der §)%/§“‚ Waschsalon die Frechheit besaß, am Fronleichnam die Türen geschlossen zu halten. Dies brachte selbstredend meinen gesteckten Terminplan für diesen Freitag durcheinander.

Wie dem auch sei, war ich mit dem Rad und der noch 10Kg schweren Reisetasche vorort, wusch meine Kleidung und las noch meinen Neuerwerb. Nebenbei führte ich noch einen Neuankömmling in die Geheimnisse des Waschmaschinenbedienens ein, worauf er mir einen Kaffee ausgab, welchen ich noch Stunden später spüren würde (hab in der folgenden Nacht nur zwei Stunden geschlafen, der Körper lag nur so da, das Hirn rotierte) und ein anderer führte einen sehr ausführlichen Monolog mit mir, über die hiesigen Dienstleistungsgesellschaften im TV/Radio Reparatur Gewerbe.

Irgendwann war ich dann auch fertig und meine Reisetasche schwoll nun auf 11KG an, welches für die umstehenden Passanten ein amüsanten Bild abgegeben haben muss, ich, dem Rad und der riesigen Tasche.

Meine Waden waren um so erfreuter über die zusätzliche Arbeit, denn sie lechzten nach mehr. Der Kaffee vermochte schon recht früh seine Kraft zu entfalten, denn meinen Beinen gelang es, uns auf satte 15-18Km/h in nur 4 Sekunden zu katapultieren, womit wir jeden Darmstädter Porsche an der Ampel hätten stehen lassen, zumindestens die ersten 5 Meter. Bergab ging es noch zügiger zu, mit rasanten 25-28Km/h. Bergauf war es natürlich ein wenig schwerer, ich muss in etwa so ausgesehen haben. Es gab auch Momente, da dachte ich daran, mein Bike mit ein paar Scheibenbremsen auszustatten, doch das Portemonnaie hat diesen Vorschlag abgelehnt.

In der Firma selbst blieb es recht ruhig und es gab wenig zu tun. Anfangs bastelte ich von Freunden an meiner Xen3 Rootserver Installation und später dann in der Schule. Schüler sind allgemein dafür bekannt, diese Arbeitsmittel als nichts schützenswertes einzuordnen. Wir hatten einen eingedrückten Einschaltknopf, einen PC mit verstellter Bootreihenfolge und einer defekte Festplatte. Letzteres kostete mehr Zeit als geplant, da Newsid (Programm zum generieren einer neuen SID auf NT Systemen, welches nach dem klonen nötig wird.) ewig gebraucht hat und mich ein wenig unter Zeitdruck setzte.

Doch ich kam pünktlich mit meiner immer noch 11Kg Tasche am Bahnhof an und sorgte erst einmal für eine (für mich) anständige Frisur Kopfbedeckung.

Ich neige oftmals dazu, 34 meines Badbestandes mit mir zu führen, angefangen von der Zahnbürste, bis zur Haarspülung und Wattepads, bei längeren Reisen anderorts (also ab einer ??bernachtung). Von daher was das mit dem Kopf Problemlos auf dem Bahnsteig umsetzbar.

Der Zug kam überraschenderweise Pünktlich und war nahezu leer. Ein einsamer Kontrolleur prüfte meine selbst ausgedruckte Fahrkarte der Bahn, welches ich mir hätte schenken können, da er nicht mal den Barcode überprüfte. Auch auf der Rückfahrt wurde er nicht gecheckt. Haben die Mitarbeiter etwa einen Scanner im Auge, alla Terminator?

Davon mal abgesehen finde ich es recht praktisch daheim die Strecke rauszusuchen und dann die Karte zu buchen.

Bezahlt wird per Bankeinzug, welches beantragt werden muss und bei mir drei Tage gedauert hat.

Die Reisezeit hin dauerte rund eine Stunde, welche ich dazu nutzte, meine sprachlichen Fähigkeiten zu erweitern, indem ich das Buch Stolz und Vorurteil weiter las. Eine wirklich schöne Sprache, wenn auch nicht immer auf Anhieb verständlich. Oftmals benötigte ich bis zu drei Durchgänge, um den Sinn zu verstehen. Doch bereitet es mir Freude, eine solch‘ ausdrucksvolle Kommunikation im Detail zu genießen.

Meine Artikulation hat in den letzten Jahren doch sehr unter dem sprachlich eintönigen Job, federn lassen müssen. Wenn die Worte dem Mund schneller entrinnen, noch bevor das Sprachzentrum sie einer Kausalprüfung unterziehen konnte, gleicht der Satzbau schon mal dem eines Stoiber deutsch- lernenden Ausländer. Bücher sollen nun wieder richten, was der Job genommen hat.

Die Areale des Denkorgans, welche für das Gespräch über das Wetter zuständig sind, reflektieren nur noch einen kümmerlichen Schatten ihrer selbst.

Zurück zum Zug. Die Fahrt war schnell bewältigt, das enge T-Shirt angezogen (The red lady bevorzugt körperbetonte Kleidung 😉 ..) und die Freude war nach der Ankunft auf beiden Seiten überwältigend. Der nachfolgende Kuss war von solch einer Intensität, dass ich beinahe die Geschmacksrichtung des Eises bestimmen konnte, welches sie zuvor konsumiert hatte. Eis ist ihre favorisierte Lieblingsspeise. In den vorangegangen Wochen habe ich mehr davon gegessen, als in den letzten fünf Jahren zusammen 🙂 .

Das anstehende Wochenende begann mit einem Weinfest noch am selben Abend, da es mit einem Geburtstag zusammenfiel.

Ich lernte neue Bekanntschaften kennen, eine Band die meine Musik spielte (60’er bis 80’er), Menschen die nicht wissen, wann Schluss ist und dass es wirklich hässliche MacDonalds Filialen (kalt, Stahl- und Glasbau) gibt.

Eigentlich war noch ein nächtlicher Spaziergang auf eine Burg geplant, wurde aber aufgrund von Hunger/Müdigkeit und unpassender Kleidung auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die Nacht zum Samstag verlief für mich nicht sonderlich erholsam, denn das Koffein vom morgendlichen Kaffees am Freitag, entfaltete nach wie vor seine Wirkung und ließ mich nur für zwei Stunden schlafen. Unfähig den Körper zu bewegen, schossen mir alle möglichen und unmöglichen Gedanken durch den Kopf, welche ich ebenso schnell vergaß, wie sie kamen. (oh, ich glaube, das schrieb ich bereits ein paar Zeilen weiter oben, fein, damit wäre es dann nochmal bestätigt worden)

Ich weiß schon, warum ich vom Kaffee die Finger lasse.

Der Samstag startete für uns bereits um acht Uhr, pochte doch die Natur auf ihr Recht, bewässert zu werden. Die Eltern waren campen und so musste Isabelle diese Aufgabe übernehmen. Ich half so gut ich konnte und gab vermutlich weniger hilfreiche Kommentare von mir – was zu dieser nächtlichen Stunde nur allzu verständlich sein sollte. Sinnhaftigkeit geschwängerte Wortgepflechte, sind um diese Zeit mich Sicherheit nicht zu erwarten.

Nach dieser fast gemeinsamen Aufgabenbewältigung, begaben wir uns noch einmal in das nach wie vor warme Bett, wurden aber durch diverse Unterbrechungen seitens der Verwandtschaft und Telefon, von einer Erholung abgehalten.

Allzu viel Zeit blieb uns auch so nicht, sollte doch heute ein gemeinsames Treffen mit Freunden veranstaltet werden, wurde doch zum Pizza Dinner geladen. Hausgemachte, versteht sich.

Es waren noch Unmengen von Nahrungsmitteln zu beschaffen, welche bei den örtlichen Händlern und Supermärkten besorgt werden mussten.

Alles in allem wurden 70????? ausgegeben, was dann natürlich um so ärgerlicher war, da einer nach dem anderen abgesagt hat. Sei es aus Krankheit, Fußball od. ungenannten Gründen.

Beim nächsten Mal werden wir Einladungen schriftlich per Einschreiben/Rückschein verteilen, und bei Nichterscheinen eine Geldstrafe zur Folge hat 😉 Ein passender Paragraph findet sich bestimmt.

Der Samstag schmolz dahin, sahen einen Film und gingen am Abend mit einer am verhungernden Freundin (Hallo Sandra! 🙂 ..) von Isabelle, in ein Chinesisch/Mongolisches Restaurant. Dank der WM war es nahezu leer und konnten für 14????? Essen (Getränke eingerechnet), was das Buffet hergab.

Endlich konnte ich mal eine Misu Suppe essen, welche häufig in Animes und Mangas zur Sprache kam, geschmeckt hat sie mir aber nicht so wirklich, was nicht heißt, dass ich sie nie wieder essen werde, nur dass es bessere Alternativen gibt.

Der darauf folgende Teller wurde reichlich mit allem belegt, was früher mindestens zwei Beine hatte (nur von den fünf bis acht Beinern habe ich die Finger gelassen). Des Gewissens wegen, wurde der Zweite Dritte auch mit Gemüse belegt. Abwechslung muss schließlich sein.

Für einen Nachtisch blieb zum einen kein Platz mehr (bei mir) zum anderen waren die Mitarbeiter eifrig damit beschäftig, das restliche Essen zusammen zu räumen. Ein Blick auf die Uhr verriet den Grund: 22:20Uhr.

Kurz, der Samstag war ein wirklich sehr schöner und gemütlicher Abend, mit zwei sehr bezaubernden Damen.

Auch dieser Tag verging somit schneller, als uns beiden lieb war. Die Nacht zeigte sich nunmehr von ihrer erholsamen Seite und am folgenden Morgen lächelte uns der Mond die Sonne freundlich ins Gesicht. Die Natur bekam ihre Ration Wasser und es wurde ein wenig aufgeräumt. Ich meine Tasche, dessen Inhalt sich im Gästezimmer, wo auch die PS2 steht, ausgebreitet hatte, und Isabelle die Wohnung. Denn schließlich wurde die Rückkehr der Schlossbesitzer erwartet.

Kaum die Reisetasche geschlossen, wurde auch schon ihre Ankunft freudig gefeiert und erste Erlebnisse geschildert, der hauseigene Löwe Kater begrüßt und von den vergangenen Tagen, Bericht erstattet.

Schnell entschieden wurde über die (Sonntags-) Mahlzeit, welche aufgetischt werden sollte. Pizza.

Nach ein paar Stunden lungernd im Garten bei Sonnenschein und einem guten Buch, wurde auch schon der Teig vorbereitet, welcher nach einem sehr wohlschmeckenden Rezept bereitet wurde. Auch der Belag war für mich eher ungewöhnlich, fand sich doch beispielsweise der Käse nicht auf dem Belag (Pilze, Salami, Schinken etc.) sondern darunter. Als oberste Schicht wurde Mozarella gewählt. Kurz, die beste Pizza die ich je aß. Alles Isabelles Verdienst, nach dem Rezept einer Freundin.

Als Vorspeise gab es am Nachmittag, den am Tag vorher mühsam geschnippelten Obstsalat, welcher eine sieben Liter Schüssel zu füllen vermochte, sowie frische Erdbeeren mit Schlagsahne. Der Vitamin Cocktail schlechthin.

Einmal die gesamte Familie am Tisch sitzen zu sehen, war ein wirklich schönes Gefühl, welches ich nicht mehr kenne, seit ich drei od. vier Jahre als war. Aber das erzähle ich irgendwann ein andermal.

Die Zeit wurde so langsam knapp, mein Zug ging schon um 20Uhr heimwärts und ein ungutes Gefühl kam auf. Vermutlich eine natürliche Reaktion für Verliebte, den Partner erneut gehen lassen zu müssen. Schon wurden eifrig Pläne für das folgende Treffen geschmiedet.

Tief in Gedanken versunken schaute ich mich um und war plötzlich zuhause angekommen, wenn auch recht verschwitzt, was nicht zuletzt an der Reisetasche lag, die ja immer noch 11Kg wog. Auch tröpfelte es ein wenig vom Himmel. Tränen der Trennung wegen – mag man philosophisch säuseln.

Ehe ich mich versah, lag ich im kalten Bett, allein und schlief ein…

Was für ein Wochenende- Con-neko ’06

Jaa, die Con-neko, wo fange ich am Besten an?! Ich schätze mal, am Anfang. Da kann man an für sich nichts falsch machen 😉

Nachdem ich mit meinem Händler die letzten Worte tauschte und kleine Details durchging, begann der darauf folgende Tag (Samstag) bereits um sechs Uhr morgens. Wer mich näher kennt, weiß dass dies unter normalen Umständen (Werktage, von Montag bis Freitag) gleichbedeutend ist mit a) der Untergang der Zivilisationen bevorsteht, b) der Teufel die Hölle, aufgrund von ??berfüllung, seine Pforten schließt. Aber natürlich war dieser Tag der Erste meiner Laufbahn, als Mitglied der (noch) atmenden Gesellschaft, welcher ich auf einer Manga Messe zu finden war.

Da wir (Naaman und ich) als Händler dort anwesend waren, mussten wir um acht Uhr Vorort sein, um den Stand aufzubauen. Die Fahrt dorthin verlief ein wenig anders als geplant. Wir vermuten, dass dem zuständigen Straßenverkehrsamt das Geld ausgegangen ist, für ein weiteres Abfahrtsschild auf der Autobahn, für Ludwigshafen . Denn das Letzte welches wir wahrgenommen haben, war Ludwigshafen-Nord (und wir fuhren zu zweit hintereinander).

Nach rund 15Km beschlossen wir einfach mal unsere Fahrzeuge um 180° zu wenden ( natürlich vorschriftsmäßig) und fuhren einen Teil des Weges zurück und da war es, das Schild für unsere Ausfahrt. Juhu.

Leider muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass bei der geringsten Nervosität, sei es durch Prüfungen, Server die unerwartet ihren Dienste einstellen, Frauen mit mir einen Smalltalk führen möchten und ich meinen IT-SmalltalkSmalltalk-IT Langenscheidt nicht dabei habe, od. Orientierungsprobleme unter Zeitdruck (der noch nicht wirklich bestand, aber mein Magen-Darmtrakt sieht das nicht so eng) am Liebsten ein stilles ??rtchen aufsuchen möchte. Es ist schon erstaunlich, was der Magen-Darmtrakt noch so alles findet, was er gern entsorgen möchte.

Jedenfalls hatten wir (ich) zwei Probleme, die Beschilderung und mein Entsorgungscenter.

Nachdem wir nun also die passende Abfahrt genommen hatten und auch die Nachfolgenden, war das Ziel schon wesentlich näher. Ich, der die Führung der „Kolonne“ übernommen hatte, lenkte derweil meinen Körper mit Kaugummi kauen (hat nur die ersten Minuten funktioniert, dann erinnerte er sich wieder an seine ToDo Liste) und später auch noch duch massives Strampeln (es braucht auf der Autobahn nur einen Fuß) ab, welches das vegetative System massiv beeinträchtige und ich so erfolgreich den „Drang“ unterdrücken konnte.

Allerdings war die weitere Innenstadt- Beschilderung auch nicht wirklich das Wahre, denn wir mussten ja zum Pfalzbau und ich verlor irgendwann über die Millionen von farbigen Blechen, die ??bersicht. Doch Naaman empfing wohl das S.O.S Signal, welches mein Cortical Modul aussandte, und lotste uns erfolgreich zum Pfahlzbau.

Am Ziel angekommen, lief ein Makro (kleines Programm für den automatischer Ablauf von wiederkehrenden Prozeduren) ab, welches einzig daran bestand das Auto zu parken und das nächste ??rtchen aufzusuchen.

Naaman hatte den Eingang für die Händler mittlerweile auch gefunden (der schön versteckt war) und hatte auch bereits den Großteil ausgeladen, wo ich ihm doch eigentlich helfen wollte.

Nunja, frisch und (sehr) erleichtert sowie voller Tatendrang, half ich also den anderen Händlern ihr Gefährt zu entladen, denn der liebe Wärter/Hausmeister nahm seinen Job sehr ernst und wollte natürlich für sein Geld arbeiten und nicht nur zusehen, wie die schleppenden und rollenden Vehikel durch die Räume gekarrt wurden. Daher heizte er den Händlern ordentlich ein. Denn man muss wissen, es kann ja nicht seien, wenn in der Hausordnung steht, dass die Fluchttüren (?) normalerweise geschlossen sein müssen und um neun Uhr immer noch offen sind, weil die Händler ihm nicht zügig genug arbeiten, und auch ihre Fahrzeuge unfassbarerweise nicht vom Platz schaffen, dass er einfach, mal eben so, bis 9:30 die Türen offen lässt. Ja wo kämen wir dann hin?

Als auch diese Hürde überwunden wurde und die Händler mit ihren Aufbauten den Besucherandrang entgegen sahen, ließen sich auch schon eine Menge [Cosplayer][2] sehen. Für die Unerfahrenen unter meinen Lesern, Cosplayer sind die, die das ganze Jahr über Fasching feiern können .

Für mich war es günstig, zu schauen, was die anderen Händler so führten.

Von Postern, Mangas, Anime Filmen über Plüschtiere bis hin zu Kitsch und Gothic, war alles vertreten, trotz der recht geringen Verkaufshallenfläche.

So gegen zehn Uhr fanden sich auch schon die ersten Käufer in der Halle ein und fingen recht zügig an ihr Portemonnaie (in welcher Form auch immer) zu zücken. Was recht schnell auffiel, war, dass es größtenteils Cosplayer waren, die sich einfanden, was ein wenig seltsam anmutete, da die Schlange weit hinausreichte und die Kartenverkaufshalle brechend voll war.

Schnell offenbarten sich erste organisatorische Mängel. Die beiden geöffneten Kassen wurden in zwei Arten aufgeteilt. Die erste Kasse übernahm alle vorbestellten Karten, die Zweite die Tageskarten. Da diese Einteilung nicht gekennzeichnet wurden, in Form von Schildern, war der Unmut vorprogrammiert, wenn die Besucher nach ein oder zwei Stunden erfuhren, dass sie an der falsche Kasse angestanden haben.

Aber auch nachdem dieser seine Karte in den Händen hielt, war da ja noch die Taschenkontrolle Die von drei bis vier Helfern besetzten Stellen an strategisch ungünstigen Plätzen, hielt noch zusätzlich auf. Auch nahmen die Helfer ihre Aufgabe ein wenig zu ernst und nahmen den Damen sogar ihr Haarspray weg. Unbelievable mochte der eine od. andere sagen, gehören doch solche Items zur Grundausstattung eines jedes Cosplayers.

Andererseits wurden auch viele Taschen eben nicht kontrolliert, wie Bauchtaschen. Wer also die armen, verirrten Cosplayer hätte schaden wollen, wäre es vermutlich ein leichtes gewesen. Aber im Ernst, wollest Du dich mit [InuYasha][3] – dem Hundedaemon – anlegen, oder mit den Jungs von Final Fantasy mit ihren 2m langen Schwertern? Also ich bestimmt nicht 😉

Als Händler genießt man doch so seine Vorzüge, wie beispielsweise freien Eintritt (der sicher in der Standmiete enthalten war) und das Umgehen, sämtlicher Kontrollen.

Natürlich bekamen wir auch Händlerausweise, allerdings erst mit starker Verzögerung, weshalb man zumeist den Kontrolleuren versichern musste, dass wir (ich) zu eben dieser Gruppe gehören. Doch dank meines prägnanten Erscheinungsbildes (mich vergisst man nicht so schnell), blieb ich zumeist von tiefer gehenden Fragen verschont 😉 .

Naaman selbst ging nur selten herum und blieb zumeist an seinem Stand. Nebenbei erwähnte er allerdings, dass er nicht so wirklich Interesse an Manga, Anime sowie das Drumherum hat und mehr auf die Westlichen (die Klassiker eben, Marvel Comics und Sachen die ich nicht kenne) steht. Klar schaut er sich den einen od. anderen Manga od. Animefilm an, aber dabei bleibt es dann, schließlich verkauft er sie ja auch 😉 Auf meine Frage warum er dann die Mangas etc. mit verkauft, antwortete er „Ich bin dazu gekommen, wie die Jungfrau zum Kind“ allerdings die Begründung ist mir schon wieder entfallen, man möge mir dies verzeihen.

Wie dem auch sei, ich begab mich dann auf Tour und durchschlenderte die Hallen mehrmals, wobei ich vermutlich bis zu 40 Prozent der Zeit, im Bühnensaal verbrachte.

Schon gegen elf Uhr fanden die ersten Auftritte statt, jedoch aufgrund mangelnder Kommunikation und den Problemen am Eingang, tat sich noch eine gähnende Leere auf, sehr zum Nachteil der Darsteller.

Leider nahm ich zumeist recht weit hinten Platz, sodass meine Kamera mit ihrem 3x optischen Zoom mehr als ausgereizt war und die Bilder schwammig wurden. Doch ich denke, in den nächsten Tagen werden weitere Bilder im Netz zu finden sein.

Auf eine recht amüsante Weise – wenn man denn diese als solche bezeichnen möchte – durfte ich ein sehr nettes Mädchen aus Berlin kennen lernen (Hallo Steffi, ja Du bist gemeint 🙂 ..). Sie stand (!) leider vor einem kleinen Problem. Denn ihre hohen Schuhe verstanden sich nicht besonders gut mit dem frisch gewienerten Parkett auf der Bühne – soll heißen – sie glitt nur so dahin, wie Kati Witt auf dem Eis. Eventuell nicht ganz so elegant 😉 . Da mit ihrer Gruppe ein Auftritt bevorstand (etwas von Pokemon – sehr witzig – allerdings erst am nächsten Tag, denn ….) musste eine Abhilfe her.

Sie bekam zwei Arten von Kleber in die Hand gedrückt, sowie eine Gummi/Plastik- Artiges Etwas und schnitt daraus entsprechende Stücke aus, um sie an den Sohlen der Schuhe zu befestigen. Doch der Kleber hielt nicht, was die Verpackung versprach. Da ich mittlerweile neben ihr saß und mich nett mit ihr unterhielt, war für mich klar, der Dame muss geholfen werden, koste es, was es wolle.

Ich begab mich todesmutig in die Fußgängerzone von Ludwigshafen und war auf der Suche nach dem Heiligen Gral Klebeband, welches die Haftwirkung auf dem Boden vergrößern könnte.

Nach etlichen Kilometern zu Fuß zurück gelegten Weges, kam ich mit (beinahe) blutigen Fersen zurück und zwei Sohlen vom Schumacher für je 2??? sowie einem Textil Klebeband aus dem Kaufhaus.

Das Klebeband auf den Sohlen hätte seine Wirkung getan, wenn da nicht der liebe Murphy wäre. Kurz vor dem Auftritt verletzte sich einer der Protagonisten auf schmerzhafte Art und Weise. Nach dem Motto Wenn schon, denn schon. Ihre Kniescheibe war wohl mit ihrer derzeitigen Funktion unzufrieden und beschloss, ein wenig auszugehen. Sie sprang daher aus ihrem Bett heraus und musste von den ??rzten Sanitätern wieder an ihren Bestimmungsort zurück gebracht werden.

Der sorgsam einstudierte Auftritt fiel also vorerst ins Wasser.

Nun, kann man nichts machen. Das Mädchen wurde pflichtbewusst von den Sanitöternätern behandelt und der Auftritt konnte am darauf folgenden Tag doch noch aufgeführt werden, welches sehr gut vom Publikum angenommen wurde. Dazu später noch ein wenig mehr.

Für mich war es an der Zeit, meine Kamera aus dem Auto zu holen und mir ein paar Cosplayer herauszupicken, welche mir besonders aufgefallen sind, und/oder ich Fan von eben diesem Anime/Manga war. Da wären z.B. Prinzessin Monokoke, die Göttinen Belldandy und ihre Schwester Skult, oder auch sehr schöne – selbstgeschneiderte – Kostüme wie hier, hier oder hier.

Ich weiß nicht, warum ich nur so wenige Bilder gemacht habe, aber ich hoffe sehr, dass andere meinem Beispiel folgen und ihre Bilder ebenfalls bereitstellen.

Der Tag floss so allmählich dahin und ich konnte zumindest hin und wieder Naaman am Stand vertreten und das Eine od. Andere verkaufen, wie Beispielsweise einen Drachen mit Ei und Babydrachen, die wirklich sehr detailliert waren. Oder auch die Elfen Lied Box, bei der ich denke, sie im folgenden Monat ebenfalls zu erwerben.

An für sich, macht verkaufen Spaß, besonders wenn diese überzeugt werden konnten, ein Produkt als Kaufwürdig zu erachten und es am Ende tatsächlich mitnehmen (nach der Bezahlung natürlich). Des Weiteren boten sich auch diverse Austauschmöglichkeiten, sozialer Art mit dem Standnachbar, welche extra aus Siegen angereist waren.

??berhaupt, konnte man dort sehr schnelle neue Bekanntschaften schließen 🙂 Während ich so herumlief und Bilder knipste, welche mir besonders auffielen od. imponierten, schoss ich ein Photo von einer Lady in red, mit welcher ich das Glück besaß, dass wir uns noch so manches Mal über den Weg liefen 🙂 Wofür ich wirklich sehr dankbar bin.

Aus welchen Gründen auch immer, sah ich die selbe Dame noch einmal, aber auf einer Treppe, im liegen, für ein Photo, posierend. Da ich auf der anderen Seite des Platzes stand, beschleunigte ich überproportional meine Geschwindigkeit – denn so etwas darf Mann sich doch nicht entgehen lassen – und schoss ebenfalls das eine oder andere Photo Fortan konnten wir uns gut unterhalten und trafen uns gelegentlich des öfteren.

Langsam sahen wir dem Abend entgegen und ich gesellte mich ein wenig zu einem der Helfer am Eingang und unterhielt mich über Gott und die Welt die Organisation, tausende von Knoten für die Ausweise, die geknotet werden wollten sowie – hungernde und mittellose Bayern, die leider kein Geld mehr Essen etc. hatten 😉

Der liebe Helfer tat mit leerem Magen seine Arbeit, was ich natürlich nicht so belassen konnte. Da ich am Freitag genügend Brote vorbereitet hatte, sowie genügend Salami Knacker und Kekse in der Tasche bei mir trug, versorgte ich ihn mit einem angemessenen Frühstück und Abendbrot.

Die Nacht brach langsam herein und viele fanden nun ihren Weg in den Bühnensaal. Vorher liefen bereits kleine Aufführungen, zumeist zur Kräftigung der Lachmuskulatur, seitens des Publikums. Aber es wurden auch sehr gute Tänzerische- und Karaoke- Einlagen geboten, die uns mühelos ins staunen versetzten.

Natürlich gab es auch Auftritte wo eher der olympische Gedanke zählte – dabei sein ist alles – doch hielt es sich in Grenzen.

Etwas mehr Aufmerksamkeit wurde dem Kostümwettbewerb, welcher mit einer kleinen Aufführung verbunden wurde, zuteil. Der Jury kam es besonders auf Originalität an, wenn es denn ein Phantasie Kostüm war, oder die Detailtreue des jeweiligen Vorbildes.

Das wirkliche Highlight für die meisten (ich hatte noch einen persönlichen, das erst gegen null Uhr kam) war zweifelsohne die Aufführung von Königin Elisabeth, auch unter dem Namen Sissi bekannt.

Dieses Stück ging rund zwei Stunden lang und war wirklich eine Augenweide. Sowohl die Tänze auch die Kostüme waren erste Sahne.

Das Publikum wurde von zwei Italienern durch die Aufführung geleitet, auf wirklich unterhaltsamer Art. Es wäre ein fast krönender Abschluss für viele geworden, wenn da nicht die liebe Technik gewesen wäre.

Die Tontechnik war eine einzige Katastrophe. Es fing bereits am Anfang an, denn das Schauspiel startete mit über einer Stunde Verspätung, da die (Funk-) Mikrophone nicht taten.

Leider wurde es auch während des Auftritts nicht besser. Geschätzte dreiviertel der Stimmbanderverstärker haben nicht funktioniert, was doch sehr zum Unmut anregte und böse Flüche zur Technik warf. Denn die Protagonisten haben live (!) gesungen, doch fehlte vielen schlicht die Kraft, um auch noch bis zur letzten Reihe gehört zu werden. (Die Aufnahmen von allen Aufführungen sollten auch bald erscheinen, ich werde dann die Adresse bekannt geben.)

Auch ein weiteres Spotlicht hätte nicht geschadet, denn bewegten sich die Darsteller zu weit aus dem Lichtkreis, war nur noch einer im Rampenlicht, während der Andere im dunkeln stand.

Nach dem großen Stück folgten wieder kleinere Auftritte, und es folgte eine längere Pause. Die Händler hatten längst ihre Investitionen unter Laken begraben (um 16Uhr war Verkaufsstop), viele begaben sich in ihre Gemächer (sofern sie eins hatten) und nur noch die Munteren blieben bis zum Schluss, wie ich 🙂

Es hat sich auch wirklich gelohnt, denn ich kam in den Genuss ein Quartett von Mädchen zu sehen, welche indische Tänze in höchster Perfektion vortrugen, gepaart mit J-Pop (japanische Popmusik) oder Anime Soundtracks. Als Fan von Bollywood und Anime … unbeschreiblich. Die Bewegungen waren fließend, sehr schnell und abwechslungsreich. Für mich stand fest, ich muß den Mädchen gratulieren und ging schnurgerade hinter die Bühne, noch immer apathisch von den Emotionen die sie in mir weckten. Tja, als ich kam waren sie gerade dabei sich umzuziehen, weshalb ich dinge sah, welche ich sicher nicht hätte sehen sollen, doch ich war viel zu sehr damit beschäftig das vorhin gesehene in greifbare Worte zu fassen, dass ich von dem hätte-ich-nicht-sehen-sollen nichts mitbekam. (was für eine Logik, hä? 😉 ..)

Was mir nicht natürlich bewusst war, es sollten noch weitere Auftritte folgen, die dann auch nach kurzer Video Pause kamen, selbes Spiel, super Musik, anderer Stil, andere Tänze. Am Ende prunkten sie sogar mit einem Dance-Battle, Hip-Hop/Pop gegen indische/japanische Elemente.

Mittlerweile sind selbst die Geister schlafen gegangen und ich begab mich ebenfalls in mein Bett, welches ich schön kuschelig vorbereitete, wie man hier und hier sehen kann. Leider war die Nacht nicht wirklich so ruhig wie erhofft (Tiefgarage). Ich hege sogar den Verdacht, dass ich bei Wetten dass ??? auftreten könnte: „Wetten dass, Denny es schafft, die Automarke zu nennen, nur allein durch das zuschlagen der jeweiligen Autotür?“

Wie dem auch sei, um neun Uhr begab ich mich Richtung Toiletten, bewaffnet mit Zahnbürste, Handtuch und Shampoo mit Rosenduft(?). Naaman war längst wieder am Stand und tat, wofür er (wir) kam(en).

Nach einem kleineren Plausch mit dem Standnachbar über Religionen-die-die-Welt-nicht-braucht, wollte ich doch auf My red lady warten und sie auf dem Platz vor dem Haus in empfang nehmen, wenn sie mit ihrer Freundin Dan(n?)i kommt. Doch nach 30 Minuten vergeblichen Wartens, zog ich es dann doch vor, mir eine Strickjacke zu holen und mich wieder in den Bühnensaal zu begeben. Zur rechten Zeit, wie sich schnell herausstellte. Das laufende Stück (ich habe den Anfang verpasst) war eine Mischung aus sämtlichen Grimm Märchen, eine Prise Shrek, und als Hauptgang Romeo und Julia.

Momente in denen die Zuschauer nicht gelacht haben, waren die, in der die Bühne für die Nächste Szene vorbereitet wurden, und selbst da wurde für genügend erheiternde Momente gesorgt. Auch sonst waren die Szenen unglaublich kreativ 🙂 Als Beispiel nenne ich ich einen Kampf zwischen zwei Charakteren die sich nicht wirklich leiden konnten. Der Kampf wurde im Videospiele Stil alla Tekken/Toshinden/Street-fighter aufgeführt. Die Charas bewegten sich in der Standposition, wie es ihre Vorbilder tun und nach jedem Treffer mit der Waffe, haben zwei Bühnenbauer auf der jeweiligen Seite gestanden und mit einem Pappkarton die noch verbliebene Lebensenergie angezeigt. Auf so was muss man erstmal kommen 😉

Waren die Tränen wieder getrocknet, begab ich mich wieder hinaus, auf der Suche nach My red lady und fand sie dann auch. Dan(n?)i hatte leichte Probleme mir ihrem Kostüm, diese hatten selbstverständlich Vorrang, und mussten gelöst werden.

Im Laufe des Sonntages kam dann endlich auch das Stück, welches am Samstag ausgefallen war. Nämlich mit Ihr 🙂. Zwar habe ich von Pokemon keinen Schimmer, sodass mir mit Sicherheit viele Insider Gags entgangen sind, aber auch sonst war der Auftritt eine sehr gelungene Vorstellung, bei der auch das Publikum teils mit einbezogen wurde.

Die Dame die sich an der Kniescheibe verletzt hatte, tat ihr Bestes und trat trotz der anhaltenden Schmerzen auf. So etwas verdient wirklich Respekt.

Am Ende des Tages wurden noch die Preise für die besten Kostüme verliehen und die Con-neko’06 fand ihr Ende. Die Händler bauten ihre Stände bereits gegen 14Uhr ab, da um 16uhr(?) die Räume geräumt sein mussten.

Ich kam natürlich schon wieder zu spät, um Naaman zu helfen.

Doch für mich fand der Tag noch keinen Abschluss 😉 Denn My red Lady, Dan(n?)i und ich gingen nämlich noch in das nächste Subway Restaurante. Wer (wie ich) keinen schimmer hat, was es dort gibt: Dort kann man belegte Baguettes kaufen, von 30cm bis 2m (und länger) und zwar nach Homer Art, mit geschmolzenen Käse, viel Salat, Wurst und einer riesigen Auswahl an Saucen.

Erst ein wenig geschockt von dem (gesunden) Appetit, den die Damen an den Tag legten, kam ich mir ein wenig deplaziert vor. Denn mein Magen teilte mir mit, dass er eigentlich gar kein Bedürfnis nach Nahrung hatte, sodass ich zu einem Salat Teller griff. Salat lässt sich gut komprimieren, denn meine beiden bezaubernden Begleiterinnen hatten nämlich noch einen Anschlag auf die Figur vor.

Gleich nach dem Subway war ein Eiscafe das nächste Ziel. Ich sah vor meinem inneren Auge bereits die mühsam abgestrampelten Fettzellen sich wieder vermehren. Doch es half nichts, einen Salat bekomme ich da bestimmt nicht. Also versuchte ich einen Trick und bestellte mir einen Kiwi-Likor-Becher (ohne den Likör) und hoffte dem Körper vorzugkaukeln: Das ist grün, kuck, grün + eßbar = Salat == kein Fett. Ob es funktioniert hat, werde ich die nächsten Tage genau beobachten (hmm, Patentfähig?).

My red Lady nahm einen Pfefferminzbecher (After Eight) und Dan(n?)i einen Schokoladenbecher, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

Die Unterhaltung mit Beiden gehörte, wirklich zu den Höhepunkten des Events. 🙂 Wenn ich nicht so auf mein Gewicht fixiert wäre, würde ich sagen: Das Sahnehäubchen des Wochenendes (seit langer Zeit), doch ich will nicht den Körper auf dumme Ideen bringen.

Ich weiß nun wie Ludwigshafen tickt, welche Uhrzeiten man(n) (frau) meiden sollte um am Rhein entlangzulaufen, welche Personen zu meiden sind und wo die Politik mist gebaut hat. Wobei wir bei der Politik in gleichen Bahnen denken (wie vermutlich 98% der Bevölkerung und die restlichen 2% Politiker sind).

Ja selbst hygienische Dinge sind diskutiert worden (aber mehr od. wenig in Gedanken zu Ende geführt 😉 ..) und auch Familienrecht.

Kurz, es wäre perfekt geworden, wäre, ja wäre da nicht noch die Heimfahrt gewesen.

Ich cruise lässig bei offenem Fenster und lausche dem Soundtrack von Chobits bei 120km/h auf der Autobahn, während ~20Km vor meiner Abfahrt plötzlich sehr unangenehme Geräusche aus dem hinteren Bereich auftraten. Wenn du schon mal über die Nippel/Puckel/Erhebungen auf den Straßen, die häufig auf Baustellen zu findenden Fahrbahnmarkierungen, die den Fahrern mitteilen sollen – die bist zu weit an der Seite- wird wissen, was ich meine.

Mein Hirn schaltete in atemberaubender Geschwindigkeit vom Cruise Modus, in den Nur-nicht-in-Panik-geraten Modus um. Es folgte eine kurze Checkliste:

  • Herz schlägt [x]
  • Fahrzeug befindet sich auf vier Rädern [x]
  • Gas funktioniert [x]
  • Körperfunktionen intakt [x]
  • Bremsen Check [x]
  • Lenkrad lenkt [x]
  • Erste Hilfe Set in Reichweite [x]
  • Testament geschrieben [ ]

Ich fuhr rechts ran und kontrollierte den Boden, auf eventuell herunterhängende Dinge (damit kenn ich mich schon aus), Reifen die ein wenig zu flach sind etc. Was mann halt so tut. In den Motorraum ersparte ich mir zu schauen, da ich dort hinein sehe, wie ein Wirtschaftsstudent in das Innere eines Computers. Den Anblick wollte ich mir dann doch nicht geben.

Ich fuhr also weiter, wobei das Geräusch nur noch sehr kurz auftrat. Allerdings vermehrte sich der Verdacht, dass es etwas mit der Bremsanlage zu tun haben könnte. Einem Destruction Derby Fahrer wäre dies vermutlich egal, mir dagegen bereitete es Unbehagen.

Und ich sollte Recht behalten. Bei der vorletzten (großen) Kreuzung, mit Straßenbahn und vier Spuren, tat sich nichts mehr. Ich trat nur noch Luft, und davon reichlich. Also blieb mir nur noch die Handbremse, allerdings hatte ich Glück, denn sämtliche Ampeln schalteten auf Grün, sobald ich in die Nähe kam (was noch nie vorkam). Ich hatte somit wenig zu bremsen. Nur bei den letzten 500m musste ich ein wenig schwitzen, da die Handbremse nicht wirklich dafür geeignet war/ist, die Funktion des Pedals zu übernehmen.

Kurz: Es war also ein sehr unterhaltsames und spannendes Wochenende 😉

ps. Die Werkstatt sagt, die Dichtung vom Radbremszylinder sei geplatzt und nun muss eine neue Bremsanlage her. Das wird ein teurer Spaß, und dabei steht noch ein Kinobesuch mit My red Lady an (welche übrigens Isabelle mit Namen heißt 🙂 ..)

Links:

Edits:

Das Video steht nun zur Verfügung, soweit ich das gesehen habe. Es braucht allerdings Quicktime 7.

Desweiteren habe ich noch Tippfehler korrigiert, sowie Sätze, die ursprünglich in Gedanken mal zwei waren, aber nur einer schriftlicher Form vorlag, entfernt, sodass sie wieder Sinn ergeben 😉

Edits2:

Noch viel mehr Bilder gibt es hier zu finden

[2]: http:// de.wikipedia.org/wiki/Cosplay [3]: http://image s.google.de/images?q=inuyasha&sourceid=mozilla-search&oe=UTF-8&client=firefox&rl s=org.mozilla:de-DE:unofficial&ie=UTF-8&sa=N&tab=wi